Wowereit kein Brückenbauer in einer geteilten Stadt


01.05.09

Wowereit kein Brückenbauer in einer geteilten Stadt

Ex-Bundespräsident Weizsäcker prangert Wowereits Rißpolitik gegen Pro Reli in Berlin an

(MEDRUM) In der Zeitung "Bild" äußerte sich der ehemalige Bundespräsident zum Ausgang des Volksentscheides Pro Reli vom vergangenen Wochenende in Berlin. Er zeigte Unverständnis für den Umgang des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Klaus Wowereit, mit den Befürwortern des Volksentscheides.

In Fragen dieser Art gehe ein tiefer Riß durch Berlin, das zeige das Ergebnis des Volksentscheides. Während Weizsäcker erklärte, dass er sich selbst persönlich nicht am "Wahlkampf" über Pro Reli beteiligt habe, und das Ergebnis selbstverständlich zu respektieren sei, machte er ebenso deutlich, dass das Verhalten von Klaus Wowereit wenig respektabel sei. Weizsäcker kritisierte vor allem, dass Wowereit mit seinem Wort von der "schallenden Ohrfeige" für die Aktion Pro Reli das Scheitern des Volksentscheides bejubelt habe. Die Aufgabe eines Regierenden Bürgermeisters sei es jedoch nicht, Risse zu vertiefen und sich darüber zu freuen, sondern zusammenzuführen. Er dürfe 350.000 Menschen, die für Pro Reli gestimmt haben, nicht als Randgruppe behandeln und Ballettunterricht nicht auf eine Stufe mit Religionsunterricht stellen. Ein Stadtoberhaupt müsse Brücken bauen statt Risse zu vertiefen.

BILD -> „Brücken bauen statt Risse vertiefen"