Unterschriftenaktion für das Leben ungeborener Kinder


23.06.09

Unterschriftenaktion für das Leben ungeborener Kinder

Schwangerschaftskonfliktberatung durch die EKD ja, aber keine Berechtungsscheine für die Abtreibung

(MEDRUM) Evangelische Christen haben eine Initiative gestartet, um das Ausstellen von Berechtigungsscheinen für den Schwangerschaftsabbruch in der EKD zu beenden. Dazu hat der Gemeindehilfsbund in Zusammenarbeit mit 13 Organisationen jetzt eine große Unterschriftensammlung gestartet.

Die derzeitige Beratungspraxis in der EKD stellt viele Christen nicht zufrieden. Sie wollen nicht, dass die evangelische Kirche Beratungsscheine ausstellt, die zum Töten ungeborener Kinder berechtigt. Der Gemeindehilfsbund hält es für bedenklich, dass eine Schwangerschaftskonfliktberatung nach dem Schwangerschaftskonfliktgesetz ergebnisoffen und nicht ergebnisorientiert stattfindet, wie es dem Lebensrecht ungeborener Kinder gemäß dem Evangelium des christlichen Glaubens entspricht.

Zwar kann der schwangeren Frau nicht die Gewissensverantwortung abgenommen werden, sich für oder gegen das Leben eines ungeborenen Kindes zu entscheiden, eine Konfliktberatung durch die Kirche darf sich jedoch nicht wertneutral verhalten, sondern muss sich in der Beratung am Lebensrecht des ungeborenen Kindes und seiner menschlichen Würde orientieren, ist die Erkenntnis, auf der diese Unterschriftenaktion beruht. "Kinder sind eine Gabe Gottes", heißt es in Psalm 127,3. Rainer Mayer, Professor für Systematische Theologie, kommt in seiner Analyse "Die ethische Problematik der Schwangerschaftskonfliktberatung" zu einem eindeutigen Ergebnis: Die Kirche müsse zum Auftrag gemäß dem Evangelium zurückkehren und in der säkularen Gesellschaft evangeliumsgemäß handeln.

Dies wollen der Gemeindehilfsbund und 13 weitere Organisationen, die diese Initiative unterstützen:

  • die Aktion Lebensrecht für Alle;
  • der Arbeitskreis Bekennender Christen in Bayern;
  • die Bekenntnisbewegung „Kein anderes Evangelium";
  • der Bundesverband Lebensrecht;
  • der Evangelische Aufbruch in Deutschland;
  • der Evangelische Gemeinschaftsverband Siegerland-Wittgenstein;
  • das Familiennetzwerk;
  • das Gemeindenetzwerk;
  • der Herborner Gemeinschaftsverband;
  • die KALEB (Kooperative Arbeit Leben Ehrfürchtig Bewahren);
  • die Kirchliche Sammlung um Bibel und Bekenntnis in Bayern;
  • das Netzwerk bekennender Christen - Pfalz;
  • der Mecklenburgische Gemeinschaftsverband;
  • das Weiße Kreuz.

-> Online-Unterzeichnung der Unterschriftenaktion des Gemeindehilfsbundes


MEDRUM-Artikel -> Ethischer Konflikt oder fauler Kompromiß?

Prof. Dr. Dr. Rainer Mayer -> Die ethische Problematik der Schwangerschaftskonfliktberatung (Teil I)

Prof. Dr. Dr. Rainer Mayer ->Die ethische Problematik der Schwangerschaftskonfliktberatung (Teil II)

idea-Meldung -> Keine Scheine für Abtreibungen mehr ausstellen