Kardinal Marx und Türkisch-Islamische Union verurteilen Gewalt unter Berufung auf Gott


23.02.15

Kardinal Marx und Türkisch-Islamische Union verurteilen Gewalt unter Berufung auf Gott

Vorsitzender der Deutschen Bischofkonferenz, Kardinal Reinhard Marx, traf den Vorsitzenden des DITIB e.V., Prof. Nevzat Yaşar Așıkoǧlu, zum Gespräch

(MEDRUM) Wie die Deutsche Bischofskonferenz mitteilte, empfing der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, am 20. Februar 2015 den Vorstandsvorsitzenden der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion e. V. (DITIB), Professor Nevzat Yaşar Așıkoǧlu, in München zu einem Gespräch.

Das Gespräch habe in offener und konstruktiver Weise stattgefunden. Themen waren unter anderem:

  • die Einführung von islamischem Religionsunterricht an öffentlichen Schulen,
  • die Einrichtung von islamtheologischen Zentren an deutschen Universitäten und
  • die Bemühungen um die Schaffung eines islamischen Wohlfahrtsverbandes.

Einig seien sich beide Seiten in der Verurteilung jeglicher Gewalt gewesen, die sich durch die Berufung auf Gott zu legitimieren sucht. Kardinal Marx habe in diesem Zusammenhang auf eine Einladung hingewiesen, die die Unterkommission Interreligiöser Dialog der Deutschen Bischofskonferenz an die muslimischen Verbände ausgesprochen habe, um in diesem Frühjahr zu einem eintägigen Fachgespräch zum Thema Religion und Gewalt zusammmen zu kommen.


Leserbriefe

Den Gott, den es gar nicht gibt

Es scheint beide Vorsitzenden nicht sonderlich zu stören, dass es den Gott, von dem sie sprechen, gar nicht gibt. Es gibt keinen Gott auf den sich Christen und Moslems gemeinsam beziehen können. Wenn es in der Bibel heisst, dass Jesus Christus und der Vater eins sind, dann ist das mit dem Koran nicht vereinbar. Genau genommen ist die ganze Bibel nicht mit dem Islam vereinbar, weil Altes wie Neues Testament hin zu Jesus geschrieben wurde (Paulus), in IHM hat sich alles erfüllt, ER ist der Schöpfer des Himmels und der Erden. Wenn man das leugnet, kann man sich doch gar nicht in die Augen sehen. Die Vermischung gegensätzlicher Aussagen hat in der Dritten Welt vermutlich schon mehr Terror und Radikalität ausgelöst als der gutgemeinte Irrglaube vermuten lässt. Es ist auch nicht nachvollziehbar, warum die katholische Kirche sich um die Einrichtung des Islams bemüht, sie hätte doch schon alle Hände voll zu tun, der Gottlosigkeit Europas entgegen zu wirken.

Viele Wege zu Gott?

Danke, genau so sehe ich das auch. Aber ist wohl ein Schritt mehr auf dem Weg zur Einheitsreligion, wie das in der Bibel ja vorhergesagt wird. Wir duerfen gespannt sein, was als Nächstes kommt. Steht denn schon ein nächster Termin fuer ein neues spirtuelles Friedensgebet ... da doch viele Wege nach Rom ähh zu "Gott" fuehren ?