Für eine echte und gute Willkommenskultur

Für eine echte und gute Willkommenskultur

Martin Lohmann, Vorsitzender BVL, Marsch für das Leben 2015

Botschaft des Tages

Liebe Freunde des Lebens!

Unser Zeugnis wird größer, unser Marsch wächst. Zum Glück! Das ist gut so. Denn unsere Botschaft ist hochaktuell. Sie gilt ohne Ausnahme. Unsere Botschaft ist ohne Vorwurf, ohne Verletzung.  Sie ist einladend und klar:

  • JA zum Leben!
  • Es gibt kein gutes Töten!
  • Es gibt kein Recht auf Töten.
  • Es gibt aber ein Recht auf Leben!

Immer.

Das bekennen wir hier stellvertretend für viele andere, die uns mit Gebet und guten Gedanken begleiten, in die ganze Gesellschaft hinein.  Wir tun es friedlich – und mit Toleranz. Wir tun es freundlich – und mit Respekt. Deshalb mögen wir auch keinen Extremismus. Wir mögen keine braun lackierte rote Ideologie, ebenso keine rot lackierte braune! Fundamentalismus ist bei uns nicht willkommen.

Willkommen hingegen sind die Argumente des Lebens und der Liebe. Diesen geben wir eine Chance. Wir plädieren für eine echte und gute Willkommenskultur.  Überall. Für die Flüchtlinge, die vor Unterdrückung und Gewalt fliehen und die Sicherheit im Leben suchen. Für die Alten, die in Würde sterben wollen und die Sicherheit des würdigen Altseins suchen. Und für die noch nicht geborenen Menschen, die schon da sind und einfach nur leben wollen. Der Mensch ist keine Sache. Jeder ist ein Geschöpf Gottes!

Noch einmal: Es gibt kein gutes Töten. Wir wollen Gutes tun - und dazu einladen, viel Gutes möglich zu machen. Wir reden nicht nur. Wir helfen. Unter unseren Mitgliedern helfen viele. Täglich. Sie helfen Menschen in Not. Sie helfen Frauen, Männern, Müttern, Vätern und Kindern in Notsituationen. Sie helfen zum Leben. Sie helfen dem Leben.

Es ist eine Schande, wenn Menschen im Mittelmeer ertrinken müssen. Es ist eine Schande, wenn Alte Angst um ihr Leben haben müssen und die Euthanasie wieder da ist in Europa. Es ist eine Schande, wenn liebenswürdige kleine Kinder im Leib der eigenen Mutter zerrissen werden. Nein, auch aus Verzweiflung darf man unschuldige Menschen nicht töten. Niemals. Wir müssen alles tun, die Verzweiflung nicht tödlich werden zu lassen.

Und: Nein zu jeder Form des Extremismus! Nochmal zum Mitschreiben: Braun lackierte Rote haben bei uns nichts zu suchen. Ebenso wie rot lackierte Braune! Nein zum Töten! Das Ja zum Leben ist extrem gut! Aber das Töten ist extrem extremistisch. Nein zum Töten, auch wenn es sich als Barmherzigkeit tarnt. Es gibt kein gutes Töten!

Wir wollen doch nur ein schlichtes und ehrliches Ja zum Leben! Was soll daran falsch sein?! Wer die friedliche und beeindruckende Meinungsäußerung zum Lebensrecht eines jeden Menschen nicht aushält, wer das Demonstrationsrecht blockieren will, ist weder demokratisch noch friedlich.

WIR jedenfalls haben keine Angst vor Argumenten. Wir haben keine Angst vor dem Leben. Wir haben keine Angst vor Widerspruch, und wir haben keine Angst vor der Verantwortung.

Wir vergleichen Verbrechen nicht. Wir verharmlosen niemals! Wir relativieren nicht. Wer das behauptet, lügt. Nein, DAS ist NICHT unser Niveau!  Wir wollen helfen, nicht beleidigen. Wir wollen helfen, nicht beschimpfen. Wir wollen helfen, nicht lügen. Wir laden ein zu Fairness und Toleranz.

Wir wollen auch denen helfen, die noch einem vorwissenschaftlichen Weltbild anhängen und nicht wissen, dass das menschliche Leben mit der Zeugung beginnt.

Dass es von Anfang an ein wachsender Mensch ist. Mehr als ein Zellklumpen. Man darf einen Menschen nicht einfach so wegmachen! Das darf niemand wollen, der human sein will.

Hier vor dem Kanzleramt rufe ich stellvertretend für viele Freunde des Lebens: Frau Merkel, helfen Sie, dass die Meinungsfreiheit nicht vor die Hunde geht! Sie sagten jetzt: „Wenn wir jetzt anfangen, uns noch entschuldigen zu müssen dafür, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land.”

Da stimmen wir gerne zu! WIR zeigen in Notsituationen gerne ein freundliches Gesicht.

Davon brauchen wir mehr. Das müssen noch mehr Menschen können - und erfahren.  Und deshalb sagen wir - hoffentlich - mit Ihnen, Frau Bundeskanzlerin: Wenn wir zulassen, dass viele in Notsituationen kein freundliches Gesicht für das Leben erfahren können, dann ist das nicht unser Land! Wir wollen eine tolerante Gesellschaft! DAS ist unser Land.

Frau Bundeskanzlerin, schützen Sie die Meinungsfreiheit! Schützen Sie das Recht auf Leben! Schützen Sie das Recht auf Würde, das Recht auf Liebe! Am Anfang des Lebens ebenso wie am Ende. Und natürlich zwischendurch.  Töten ist niemals eine Lösung. Auch wenn sich das Töten als Barmherzigkeit tarnt. Es gibt kein Recht auf Töten eines Menschen.

Es gibt kein Recht auf Beihilfe zum Selbstmord. Helfen auch Sie, Abtreibung und Euthanasie zu vermeiden. Eine Gesellschaft, die das Töten zulässt, ist nicht frei. Eine Gesellschaft, die das Töten zulässt, ist herzlos.

Unsere Botschaft des Tages lautet daher: Zeigen wir mehr Herz in Deutschland! Viel mehr Herz!

Liebe Freunde des Lebens, ich lade Euch alle jetzt zu einer Gedenkminute ein. Für alle, die getötet wurden. Für die allein in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten vielen Millionen ungeborener Menschen, die getötet wurden. Geben wir ihnen jetzt ein Gedenken.  

---- Stille ----

Ich danke Euch allen.