Evangelische Allianz weist Unwahrheiten von Angelika Strube und Rechtsextremismus-Vorwurf entschieden zurück


22.07.13

Evangelische Allianz weist Unwahrheiten von Angelika Strube und Rechtsextremismus-Vorwurf entschieden zurück

Michael Diener: „Die Deutsche Evangelische Allianz lässt sich in ihrem Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung von niemandem übertreffen“

(MEDRUM) Die Deutsche Evangelische Allianz hat den Vorwurf des Rechtsextremismus, wie er von der katholischen Theologin Angelika Strube im Materialheft der Interkulturellen Woche erhoben wurde (MEDRUM berichtete), entschieden zurückgewiesen. Dies geht aus einer heute in Bad Blankenburg herausgegebenen Pressemitteilung hervor.

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Absurde, wahrheitswidrige Behauptungen

„Die Deutsche Evangelische Allianz lässt sich in ihrem Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung von niemandem übertreffen und steht uneingeschränkt zu den Basiswerten des Grundgesetzes“, erklärte der Erste Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, Michael Diener. Damit sei die Ermutigung verbunden, dass sich Christen aktiv an der Gestaltung des Gemeinwesens beteiligen. Diener weiter: „Es ist deshalb absurd, dass in einem Artikel der Vorbereitungsbroschüre zur interkulturellen Woche der Kirche der Deutschen Evangelischen Allianz vorgeworfen wird, rechtsextremes Gedankengut zu fördern.“ Wenn es dort u.a. heiße, dass es im evangelischen Bereich „vor allem die Deutsche Evangelische Allianz (DEA) …“ sei, „die sich positiv auf die „Junge Freiheit“ und ähnliche Scharnierorgane beziehen“, sei das eine wahrheitswidrige Behauptung.

 

Protestnote an die Kirchenleitenden

Der Falschbehauptung im Vorbereitungsheft zur „Interkulturellen Woche“ hatte zuvor auch der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb (Bild links unten), in einer Protestnote an den Metropoliten der Griechisch-Orthodoxen Kirche, den Vorsitzenden der Deutschen ImageBischofskonferenz und den Ratsvorsitzenden der EKD, widersprochen und den Vorwurf des Rechtsextremismus zurückgewiesen. Diese drei Kirchenleiter hatten durch ihre Grußadresse und ihre Empfehlungen an die Kirchengemeinden – vermutlich unwillentlich, so Steeb – zur Verbreitung dieser Unwahrheiten beigetragen. Deshalb hatte Steeb die Kirchenleiter gebeten, sich von diesen unwahren Aussagen zu distanzieren, die von der katholische Theologin Dr. Angelika Strube erhoben wurden.

Der Vorwurf, „neurechten Medien und neurechtem Gedankengut“ Tür und Tor zu öffnen, wiege vor allem deshalb schwer, weil in dem Artikel die Begrifflichkeiten so formuliert seien, dass klar sei, dass damit nationalsozialistischem Gedankengut Bahn gemacht werde. Steeb: „Der Text ist in seiner Diktion genau darauf ausgerichtet, uns in die rechtsextreme Ecke zu stellen.“

Weiter erklärt die Evangelische Allianz, das Schreiben an die Kirchenleiter sei ergangen, "nachdem der Vorstand des von den Kirchen eingesetzten Vorbereitungsausschuss auf einen ersten Protest Anfang der vergangenen Woche mit der Bitte um unverzügliche Einstellung der Auslieferung noch nicht einmal geantwortet" habe. Man könne und wolle aber nicht zulassen, dass die Christen aus verschiedenen Kirchen in 1100 örtlichen Allianzgruppen, die oft zu den treuesten Gliedern ihrer Gemeinden in Landes- und Freikirchen gehören, so diffamiert würden.

Verfassungstreue an Taten zu messen

Der Allianzvorsitzende fügte hinzu, dass es äußerst befremdlich sei, dass weder die EKD noch die anderen Repräsentanten der veranstaltenden Kirchen es für nötig befunden hätten, die Deutsche Evangelische Allianz vor diesem unsachlichen Angriff in Schutz zu nehmen. Dem Anliegen der interkulturellen Woche werde im Grunde schwerer Schaden zugefügt, wenn an die Stelle einer Kultur des Vertrauens und der gegenseitigen Wertschätzung unbegründete Verdächtigungen träten. So entstehe der Eindruck, dass eine Beschädigung der Deutschen Evangelischen Allianz zumindest billigend in Kauf genommen werde.

Dr. Michael Diener betonte, dass man die Verfassungstreue der Allianzbewegung an ihren Worten und ihren Taten messen könne: „So geht z.B. aus ihrer Grundsatzschrift zur politischen Verantwortung der Christen „Sucht der Stadt Bestes“ eindeutig hervor, dass ein Einsatz für die demokratischen Grundrechte geboten ist. Mit der Arbeit unseres Arbeitskreises Politik, des Arbeitskreises für Migration und Integration, dem PerspektivForum Behinderung und der Micha-Initiative zeigen wir dies in besonderer Weise auch im Hinblick auf die weltweite Verantwortung und den Umgang mit Menschen mit Migrationshintergrund in unserem Land.“

Die Evangelische Allianz hatte insbesondere bei der Gründung der Arbeitsgemeinschaft Kirche für Demokratie - gegen Rechts" 2010 ihre demokratische Grundhaltung verdeutlicht und erklärt: "Die Deutsche Evangelische Allianz begrüßt, dass heute die 'Arbeitsgemeinschaft Kirche für Demokratie - gegen Rechts' gegründet wird und unterstützt die Stärkung demokratischer Strukturen." Der damalige 1. Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, Jürgen Werth (Wetzlar), hatte betont: "Die Deutsche Evangelische Allianz, zu der auch zahlreiche Migrantengemeinden gehören, kämpft seit ihrer Gründung für die Wahrung der Menschenrechte und wendet sich gegen jede Form von politischem Totalitarismus. Wir verwerfen Rassismus in jedweder Ausprägung."

Angelika Strubes Rundumschlag

Angelika Strube hatte vergleichbare Vorwürfe gegenüber MEDRUM erhoben. MEDRUM sei ein "neurechtes" Medium, das der Evangelischen Allianz nahestehe. Wörtlich schreibt Strube:

Allerdings kann es auch passieren, dass man neurechten Medien und neurechtem Gedankengut in einigen sich christlich nennenden Zeitschriften und Internetseiten begegnet. Im evangelischen Bereich sind es vor allem die Deutsche Evangelische Allianz (DEA) und die ihr nahe stehenden Medien wie »idea« und »medrum«, die sich positiv auf die »Junge Freiheit« und ähnliche Scharnierorgane beziehen.” (Auszug aus Materialheft, Seite 21)

Die "Neue Rechte" habe Strategien mit dem erklärten Ziel entwickelt, gesellschaftlichen Einfluss zu gewinnen und "den bestehenden demokratischen Grundkonsens westeuropäischer Gesellschaften zu untergraben", so Strube weiter.

Unter der Überschrift "Katholische Professorin Strube verbreitet verleumderische Unwahrheiten" hat MEDRUM am 16.07.13 erstmals auf die Absurdität und Haltlosigkeit der Rechtsextremismus-Vorwürfe von Strube (genannt wurde im Zusammenhang mit der Evangelischen Allianz auch die Evangelische Nachrichtenagentur idea) hingewiesen. Dass jetzt auch die Evangelische Allianz öffentlich Protest einlegt, kann niemanden überraschen, der die führenden Köpfe der Allianz kennt und ihr Wirken verfolgt. Das kann auf die Theologin Strube nicht zutreffen. Sie hätte sonst niemals - Gutwilligkeit vorausgesetzt - die von ihr erhobenen Vorwürfe ersonnen oder gar ausgesprochen.

Über die Evangelische Allianz

Die Evangelische Allianz ist eine weltweite Bewegung, in der sich seit über 160 Jahren Christen - unabhängig von ihrer Kirchenzugehörigkeit - zusammenfinden. Ihr Anliegen ist es, die in Christus gegebene Einheit seiner Gemeinde zu gestalten, um die gemeinsame missionarische und gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen zu können. Grundlagen der Zusammenarbeit sind, neben der Glaubensbasis, persönliches Vertrauen und Respekt vor dem anderen auch in seiner Andersartigkeit. Kern der gemeinsamen Aktivitäten sind das Gebet und die Evangelisation. Aber auch diakonische Einrichtungen, humanitäre Aktionen sowie gesellschaftspolitisch relevante Initiativen erwachsen aus der Evangelischen Allianz.

Gegenwärtig gibt es 123 nationale Allianzen. In Deutschland lebt die Evangelische Allianz vor allem in ihren derzeit ca. 1.100 lokalen Gruppen. Auf Bundesebene gehören dem Netzwerk 19 „eigenständige“ Werke der Deutschen Evangelischen Allianz an, wie etwa ProChrist, das GemeindeFerienFestival SPRING, die Gemeindeaufbaubewegung WillowCreek, der Evangeliums-Rundfunk (ERF) und die Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen (AEM), ebenso u.a. auch der evangelische Pressedienst idea und der Christliche Medienverbund kep. Rund 200 Werke und Verbände arbeiten auf Grundlage der Glaubensbasis der Evangelischen Allianz und 133 Werke bezeichnen sich als „befreundete Werke“ der Evangelischen Allianz.


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Leserbriefe

Intoleranz linker Elemente

Ich bin selbst Katholikin und ich schäme mich für solche Vertreter, die jene, die ihre Meinung nicht teilen, in das rechtsextreme Eck schieben. Solche Verleumdungen sind in den letzten Jahren äußerst beliebt geworden, weil sie in den mit dem Political-Correctness-Virus befallenen Medien immer eine Reaktion hervorrufen. Auch wenn diese unwahr sind, hinterlassen sie einen negativen Beigeschmack, womit Frau Strube wahrscheinlich rechnet. Leider sind es eben meistens linke Elemente mit ihrem Motto "wer schreit hat Recht", die den bestehenden demokratischen Grundkonsens westeuropäischer Gesellschaften mit ihrer Intoleranz gegenüber Andersdenkenden untergraben.