Eingang zum Forum

Ein Philosoph zur Kultur seiner Zeit:

„Fast ist es ihm, als ob er die Symptome einer völligen Ausrottung und Entwurzelung der Kultur wahrnähme, wenn er an die allgemeine Hast und zunehmende Fallgeschwindigkeit, an das Aufhören aller Beschaulichkeit und Simplizität denkt. Die Gewässer der Religion fluten ab und lassen Sümpfe oder Weiher zurück; die Nationen trennen sich wieder auf das feindse­ligste und begehren sich zu zerfleischen. Die Wissenschaften, ohne jedes Maß und im blindesten laisser faire betrieben, zersplittern und lösen alles Festgeglaubte auf; die gebildeten Stände und Staa­ten werden von einer großartig verächtlichen Geldwirtschaft fort­gerissen. Niemals war die Welt mehr Welt, nie ärmer an Liebe und Güte. Die gelehrten Stände sind nicht mehr Leuchttürme oder Asyle inmitten aller dieser Unruhe der Verweltlichung; sie selbst werden täglich unruhiger, gedanken- und liebeloser. Alles dient der kommenden Barbarei, die jetzige Kunst und Wissenschaft mit einbegriffen."

(Friedrich Nietzsche, in "Unzeitgemäße Betrachtungen", 1873)

Leserbriefe

Meinungsfreiheit

In diesem Jahr feiern wir in Mitteldeutschland recht ausgiebig "20 Jahre Mauerfall". Das Hauptgut, was mir die Wende gebracht hat, ist die Meinungsfreiheit. Sie zählt für mich weit vor allen anderen Annehmlichkeiten zur wichtigsten Errungenschaft der Friedlichen Revolution. Mir läuft ein Schauer über den Rücken, wenn nun Jahr für Jahr (Voriges Jahr: Christival-Diskussion) immer deutlichere Denk- und Redeverbote ausgesprochen werden und Kommunen oder Länder aufgefordert werden, etwa durch Raumsperren eine Zensur von Meinungen vorzunehmen. Das ist wirklich schaurig ähnlich der DDR. Können Herr Beck und andere das Denkgefängnis "DDR" nicht nachempfinden, daß sie jetzt in ähnliche Richtung gehen? Was ist aus der Bürgerbewegung der DDR geworden, die sich für das hohe Gut der Freiheit eingesetzt hat? Schade, daß sich nun wieder Denkkorsette aufbauen, die einen konstruktiven Dialog der Gedanken nicht zulassen. Steffen Klug, geboren im Bezirk Karl-Marx-Stadt der damaligen DDR.

Meinungsfreiheit

Lieber Steffen Klug, Sie haben so Recht. Mehr kann man da nicht sagen. Als Christen können wir für Herrn Beck und Genossen nur beten, daß ER ihnen die Augen öffnet.

Brief Steffen Klug

Lieber Herr Klug, wie gerne möchte man Ihnen widersprechen können. Leider haben sie vollkommen Recht. Als Christen sind wir aufgerufen, gegen jede Art von Meinungsterror aufzustehen. Allerdings sollten nicht nur Christen wach werden. Oder wissen die anderen, wann sie etwas denken oder sagen, daß gewissen Leuten nicht passt und man sie dann mundtot machen will? Besonders gemein von diesen Gruppen: jeder, der nicht ihrem Denkmuster entspricht wird in die rechte Ecke gedrängt und damit disqualifiziert. Beten wir für unsere Politiker, daß Gott ihnen eine klare Sicht schenkt.

Glaubens + Redefreiheit ??

ich lebe zwar in der Schweiz. wenn ich all diesen Mist von Sünde in Weihnachtspapier verpacke, ist es dann auch für GOTT akzeptabel ? Vielleicht brauche ich einen Seelsorger, wer weiss !!

An Ursula - 19.5.09

Liebe Ursula, Ihre Antwort an Herrn Klug ist inzwi. 1 1/2 . alt; aber es ist immer noch, leider aktuell. Ich bin inzwischen immer mehr der Auffassung: muß man eigentlich in Deutschland inzwischen "Links" stehen, weil man sonst sofort als "Rechtsextremer" gebranntmarkt wird. Wird man jetzt diskriminiert, weil man konservativ ist, d. h. Überkommene Werte schätzt ? Mit dem Freiburger Schriftsteller u. Geschichtsphilosophen Reinhold Schneider, + 1958, muß man bekennen: "Nur den Betern kann es noch gelingen, das Schwert ob unsern Häuptern aufzuhalten."

Gegenseitige Wertschätzung

Herr Klug rechnet die Meinungsfreiheit zu den wichtigsten Errungenschaften der Friedlichen Revolution. Zum Recht auf freie Meinungsäußerung gehört untrennbar hinzu, dass die jeweilige Meinung in gegenseitigem Respekt und Wertschätzung vertreten wird. Leider ist dies nur allzuoft nicht der Fall, wie sich z.B. in den Auseinandersetzungen um das Christival vom vergangenen Jahr oder um den Kongress der Akademie für Pychotherapie und Seelsorge vom Mai diesen Jahres gezeigt hat. Es darf nicht sein, dass "evangelikale" und "bibeltreue" Christen mit "liberal geprägten" Christen nicht mehr sprechen können, weil man sich gegenseitig den Glauben abspricht. Es darf nicht sein, dass gleichgeschlechtlich geprägten Christen ihr Christsein abgesprochen wird, wenn sie die Liebe zu einem anderen Menschen zulassen und in ihrem Leben Gestalt annehmen lassen. Nicht "übereinander" zu reden, sondern einander kennzulernen und zu verstehen, ist wichtig! Noch einmal möchte ich betonen: Gegenseitiger Respekt und Wertschätzung müssen Grundlage unserer freien Meinungsäußerung sein und bleiben!

LB Gerhard vom 10.11.2009

Es darf aber auch nicht sein, dass Lesben oder Schwule ihre Lebensauffassung als das non plus ultra ansehen und völlig ausrasten, wenn es ein Angebot zum Aussteigen aus dieser Lebenshaltung gibt. Ich frage mich, wer da intolerant ist? Die Christen doch bestimmt nicht, die solche Angebote unterbeiten. Es ist doch jedem freigestellt, ob man sie nutzt. Was solls, warum diese Aufregung? Ähnlich reagieren ja die Anhänger und Verfechter der Abtreibung, indem sie die Gegner auf das Schlimmste verunglimpfen und sich zu Ausrufen hinreißen lassen: "Dich müsste man als Hexe verbrennen" und dann auch gleich noch einen Bibel verbrennt - die Nazis lassen grüßen! So geschehen letztlich in Berlin. Man wendet sich gegen den Holocaust im 3. Reich und akzeptiert den weltweiten Holocaust im Mutterleib. Ist das nicht schizophren ist?

LB Gerhard vom 10.11.2009

Antwort an Meinel v. 10.2.10: Lesben und Schwule nehmen inzwischen auf einem fragwürdigen sogen. Rechtsweg für in Anspruch, daß derjenige, der es wagt, sie infrage zu stellen, der Diskriminierung bezichtigt wird. Ich behaupte: inzwischen muß derjenige, der es wagt, ihre Lebensweise z.B. als "unnatürlich" zu bezeichnen und deshalb von ihnen heftig angegriffen wird, nun seinerseits sich dann als Diskriminierter auf dem Rechtswege wehren muß. Haben wir inzwischen - nicht nur in Deutschland, beachten wir, was inzwischen durch Obama, den einstigen Hoffnungsträger, an Paradoxem öffentlich in USA losgetreten wurde- diabolische ("verwirren") Verhältnissse und Zustände ?, wie heißt es doch in einem Evangelium, wo es um die Rückkehr der Dämonen in ein "gereinigtes Haus" geht: Dann werden diese letzten Dinge, die schlimmsten sein ! Aber, unser Gott läßt Seiner nicht spotten ! Bisher hat in der Menschheits- geschichte immer noch Gott jede Attacke, die Satan ausgelöst hatte, gewonnen. Das Licht vertreibt die Finsternis, aber Finsternis kann selbst das kleinste Licht niemals auslöschen !

Gerhard

Bitte etwas genauer! Ist es Ihrer Meinung nach durch das Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt zu sagen, dass man glaube, praktizierte Homosexualität sei eine schwere und daher gefahrvolle (dem Seelenheil äußerst abträgliche) Sünde? Oder muss man hier aus Respekt schweigen und seinen Glauben für sich behalten? Den Sünder zurechtzuweisen ist ein Gebot geistiger Barmherzigkeit. Das können Sie in jedem Katechismus nachlesen. Ich denke daher, dass man, wenn man die Übernatur wirklich glaubt und zu dem als sündhaft Erkannten schweigt, man auch glauben muss, das übernatürliche (ewige) Leben dessen in Gefahr bringt, der das als sündhaft Erkannte tut. Hier steht also politische Korrektheit im Widerspruch zur geistigen Barmherzigkeit!

Die Sünder zurechtweisen

Lieber bonifatius, natürlich hat man das Recht, etwas als Sünde zu bezeichnen, was man als solche ansieht. "Praktizierte Sexualität" kann durchaus Sünde sein, wenn sie in einer Weise praktiziert wird, die den anderen lediglich als Spielzeug oder als Objekt der Begierde sieht. Das gilt für homo- und für heterosexuelle Menschen! Ein homosexueller Mensch wird nur einen gleichgeschlechtlichen Partner lieben können, so wie ein heterosexueller Mensch nur einen andersgeschlechtlichen Partner liebt. In gegenseitiger Liebe und Verantwortung zu leben, kann ich nicht als "Sünde" ansehen - auch wenn es Heterosexuelle gibt, die davon überzeugt zu sein scheinen.

Jegliche Sexualität

Jegliche Sexualität außerhalb der Ehe (die nur zwischen Mann und Frau möglich ist) erkennt die Heilige Schrift als Sünde. Die Bibel gibt eindeutige Antworten darauf. Dabei ist es nicht von Belang, ob der einzelne Sünder sein Verhalten als sündig erkennt. Ihre Meinung zur Homosexualität ist nicht biblisch begründet, sondern zeitgeistig. Und die generelle Frage, ab wann jemand Christ ist (und wann nicht mehr), ist durchaus berechtigt.

Nur ein paar Gedanken

Hallo Gerhard oder auch an andere Leute, die darauf antworten wollen.. Bei dem Thema Homosexualität in Beziehung zum Glaube bzw. zu Christen, interessiert mich mal die Frage, was man denn damit bezweckt, wenn man Leute, die so sind ständig darauf hinweist (oder auch regelrecht ächtet, dass sie so sind..). Ich bin zwar nicht christlich, obwohl christlich evangelisch erzogen, jedoch stelle ich mir oft die Frage, ob denn überhaupt wirklich alle Homosexuellen was dafür können, dass sie so sind? Also z.B., wenn man sich manchmal mal einige solcher Kerle ansieht, dann kann man schon sehr früh erkennen, dass sie z.B. weiblicher und schmächtiger sind usw. Ich kannte mal einen Jungen in der Schule, der war so, den haben andere schon fest gehalten und ihm vorgekautes Brötchen ins Gesicht gerotzt.. Der Gott, der mir Leben eingehaucht hat und das "seelische Gerüst" für meinen Körper gegeben hat, der findet so etwas auch nicht gut (und auch nicht ähnliches!). Und damit sehe ich das auch nicht so (obwohl ich ganz u gar nicht unfehlbar bin = ich bin ja auch kein Christ!). Man denke auch einmal daran, dass es auch Menschen gibt, die mit beiden Geschlechtern zur Welt kommen. Hinzu gibt es auch viele sehr männliche Frauen und umgekehrt, weibliche Männer.. Vom Schwul sein kann jeder halten was er will, jedoch weiß auch keiner von uns wirklich ,warum ein Mensch so und nicht anders ist oder geworden ist. Den Homosexuellen gegenüber sind nach meiner Erfahrung von Christen immer die Position eingenommen, als hätten diese sich dazu rational entschlossen.. Das glaube ich so nicht, das wäre viel zu einfach!!! Allerdings finde ich es auch nicht toll, wenn evtl. Homosexuelle bei einem Umzug öffentlich Sex haben und sich präsentieren. .. Ich denke, dass auch Homosexuelle durchaus Christen sein können...Denn ich weiß ja nicht, was in ihnen vorgeht und wie jemand fühlt.. Es mag ja sein, dass der ein oder andere auch gerne "normal", eben heterosexuell orientiert wäre.. Falls jemand, egal wie an Gott glaubt, dann muss er das m.E. im Gespräch mit dem ausmachen und sonst gaar nichts und mit niemandem! Viele Grüße

Abtreibung, die Abkehr von der Natürlichkeit

Liebes Forum, wie krank und dekadent ist unsere Gesellschaft geworden, daß die natürlichsten Instinkte des Menschen, wie z.B. seine Art zu erhalten und seine eigenen Kinder zu lieben und zu schützen, so außer Kraft gesetzt werden konnten. Abtreibung ist in den meisten Fällen doch Mord aus niederen Beweggründen, denn was anderes ist die Tötung von Kindern aus finanziellen Gründen, aus Bequemlichkeit und anderen egoistischen Motiven, vor allem in einem Sozialstaat, wo niemand hungern, frieren oder anders lebensbedrohlich darben muß. Auch für mich als Nichtchristin ist die massenhafte Kindstötung im Mutterleib verwerflich und zeigt die Skrupelosigkeit der modernen, naturfremden Menschen. An die Stelle der Kinder sind Haustiere getreten. Tierbedarfsläden sprießen aus dem Boden, wo Kinderläden konkurs gehen und Schulen geschlossen werden. Das Bedürfnis zu hegen und zu umsorgen ist im Menschen tief verankert, doch vor der wahrhaft großen, wunderbaren Aufgabe, ein Kind großzuziehen, kneifen die Menschen, weil die Politik, Schulen und Medien ihnen erfolgreich eingeredet haben, daß Kinder teuer und störend, Mütter dumme Heimchen am Herd und Großfamilien Sozialschmarotzer seinen. Kinder zu bekommen sei im Anbetracht der wachsenden Weltbevölkerung und drohenden Klimakatastrophe verantwortungslos und rückständig. Nein! Kinder zu bekommen ist das natürlichste der Welt und das wunderbarste der Schöpfung. Eine Gesellschaft fällt in die Barbarei, wenn es seine Kinder nicht liebt und schützt. Denn Kinder sind die Zukunft. Eine Gesellschaft, die keine Gedanken an die Zukunft verschwendet, der das Leben der zukünftigen Menschen nichts wert ist, wird in ihrem Egoismus die Recourcen verbrauchen, die Natur zerstören und sich keinen Kopf um die Freiheit und Werte von morgen machen. Es gilt dem kurzsichtigen wirtschaftorientierten Kapitalismus, der Frauen zu sterilen, billigen Arbeitsmaschinen dekradieren will, wieder starke, selbstbewußte Mütter entgegen zu stellen und mutig "Ja" zu Kindern und damit der Zukunft zu sagen. Ein wunderbares Lied gegen Abtreibung findet man übrigens unter: http://www.youtube.com/watch?v=cjTBUy9ttEg Weiterhin viel Erfolg bei Eurem Kampf für das ungeborene Leben, Siniya

Leserbrief an die Süddeutsche Zeitung

Ein Votum gegen die Heimlichkeit, Süddeutsche Zeitung vom 26. November 2010

Am 25. November 2010 hat die Synode der evangelisch-lutherischen Landeskirche in Bayern beschlossen, künftig auch homosexuellen und lesbischen Pfarrern bzw. „Pfarrerinnen“ das gemeinsame Wohnen im Pfarrhaus zu erlauben. Mit ihrer von über 90 % der Stimmen getragenen Entscheidung befindet sie sich im Gleichklang mit der EKD-Synode, die am 10.11.2010 die Begriffe Ehe und Familie – abweichend von allen geltenden kulturellen und rechtlichen Normen und vor allem gegen die Schöpfungsordnung Gottes – neu definierte.

Mit ihrer Entscheidung verwirft die evangelische Landeskirche in Bayern das für das Christentum verbindliche biblische Geschlechter-Ethos. Gottes Weisung und Gottes Wort werden relativiert und unter das Wort des Menschen gestellt. Die Landeskirche ist damit zweifelsfrei zu einer rein innerweltlichen Institution, zur „falschen Kirche“ wie es Luther ausgedrückt hat, verkommen. Sie verliert damit nicht nur ihr Ansehen und ihre Glaubwürdigkeit gegenüber den eigenen Gliedern, sondern auch gegenüber den anderen christlichen Kirchen und Denominationen.

Der Niedergang dieser Kirche, verursacht durch einen anhaltenden inneren Verfallsprozeß und einer nachhaltigen Abwendung von Schrift und Bekenntnis, hat sich damit nochmals beschleunigt. Verantwortung hierfür tragen glaubensdekadente Kirchenleitungen und Synoden, nicht zuletzt aber auch der amtierende Landesbischof, der diese Entwicklung eher beschleunigt als verhindert hat und nun widersprechende Lehrmeinungen als „Meinungsverschiedenheit“ abtut. Mit der jüngsten Entscheidung der Synode wurde die Grenze des Zumutbaren überschritten.

Die Glieder dieser Institution „Kirche“, welche mit der Gemeinde Jesu kaum noch etwas gemein hat, stehen nun vor der Entscheidung, zu gehen oder zu bleiben; eine Gewissensentscheidung, die letztlich nur noch vor Gott selbst gilt.

Arno P. Müller, Bad Rodach

Gegen gleichgeschlechtliche Partnerschaften im Pfarrhaus

Dass die EKD mit einem neuen Pfarrdienstgesetz auch gleichgeschlechtliche Partnerschaften in Pfarrhäusern zulassen will, betrachte ich als Skandal und gegen die Bibel. In dieser werden gleichgeschlechtliche intime Beziehungen klar als Sünde definiert.

Es geht mir nicht darum, Menschen mit solchen Veranlagungen zu ächten. Sicher bedürfen sie der Beratung und Hilfe zu Buße. Das gebietet die christliche Nächstenliebe ohne Einschränkung. Müssen dann aber solche Paare im Pfarrdienst im Vordergrund stehen, an einem Platz, wo sie eine gewisse Vorbildfunktion ausüben. Wie soll man ihnen eine Predigt abnehmen?

Ich darf in diesem Zusammenhang aus dem 3. Kapitel des ersten Timotheusbriefes zitieren:

  1. Das Wort ist glaubwürdig: Wer das Amt eines Bischofs anstrebt, der strebt nach einer großen Aufgabe.
  2. Deshalb soll der Bischof ein Mann ohne Tadel sein, nur einmal verheiratet, nüchtern, besonnen, von würdiger Haltung, gastfreundlich, fähig zu lehren;
  3. Er sei kein Trinker und kein gewalttätiger Mensch, sondern rücksichtsvoll; er sei nicht streitsüchtig und nicht geldgierig.
  4. Er soll ein guter Familienvater sein und seine Kinder zu Gehorsam und allem Anstand erziehen.
  5. Wer seinem eigenen Hauswesen nicht vorstehen kann, wie soll der für die Kirche Gottes sorgen?
  6. Er darf kein Neubekehrter sein, sonst könnte er hochmütig werden und dem Gericht des Teufels verfallen.
  7. Er muss auch bei den Außenstehenden einen guten Ruf haben, damit er nicht in üble Nachrede kommt und in die Falle des Teufels gerät.

Ich kann der EKD nur dringend empfehlen, von solchen Irrwegen Abstand zu nehmen.

Dr. rer.pol. Dieter Simon

Übereinstimmung

Stimme voll damit überein.

Umgang mit Homosexualität in der Kirche

Bei allem Verständnis für die Notwendigkeit einer theologisch begründeten Entscheidung was homosexuelles Verhalten anbetrifft, wäre es nicht angemessen, Buße zu tun, wie wir als Kirche in der Vergangenheit mit betroffenen Menschen umgegangen sind? Statt ihnen einen Weg zu Heil und Heilung in Christus zu weisen, haben wir sie in der Art, wie das Thema diskutiert wurde, allein gelassen und ausgegrenzt und ihnen Ablehnung statt Annahme vermittlt.

Hilfreiche Selbsthilfegruppen, wie sie von Wüstenstrom oder Living waters angeboten werden, sind in unserer Kirche kaum bekannt. So haben wir das Feld der Homosexuellenlobby überlassen, die den Betroffenen einen Heilsweg weisen, der in eklatantem Widerspruch zum Wort Gottes steht. Ich möchte mich bei allen Betroffenen entschuldigen und mein tiefes Bedauern denen gegenüber ausdrücken, die sich von anderen Christen abgelehnt und allein gelassen gefühlt haben.

Der Weg zur Wiederherstellung führt nicht über eine ideologische Auseinandersetzung , bei der es nur Sieger und Verlierer geben kann, sondern über Umkehr und Reue siehe 2. Chr. 7,14" Wenn mein Volk, über das mein Name genannt wird, sich demütigt und betet, mein Angesicht sucht und von seinen bösen Wegen umkehrt, dann will ich vom Himmel her hören, ihre Sünden vergeben und ihr Land heilen."

Einwendungen zum LB von Fr. Bieberstein

Gerade mit der Verharmlosung nehmen die Übel überdimensional zu. Das kann man überall sehen. Die widerchristliche Unterschlagung von Glaubenswahrheiten hat längst schon auch die pseudo-katholische Theologenschaft ergriffen. Das kann man wahrscheinlich nur mit "ideologischer Verblendung" erklären. Wenn die türkischstämmige Soziologin Nekla Kelek in einem anderen Zusammenhang von "Versiegelung" spricht, dann sehe ich durchaus Zusammenhänge, die in der Wirkung von Ideologien begründet sind. Jeder kann Buße tun für eigene oder fremde Sünden. Ob es aber sinnvoll ist, für Täter zu büßen, die "bereits in der Hölle schmurgeln", lasse ich hier einfach offen. Ich sehe auch keinen Grund, über diesen Punkt weiter zu verhandeln. Aber für die schlimmsten Sünder jetzt zu Fasten und zu Beten erscheint mir als besonders wichtiges Tun der Nächstenliebe. Ich entschuldige mich nicht für andrer Leute Sünden, dazu habe ich selbst genug Dreck am Stecken. Wir müssen beides sehen, die ideologische Irreführung durch satanisch inspirierte Rattenfänger und unsere Pflicht der Nächstenliebe. Welche "Kampfmittel" stehen uns zur Verfügung?