Der biblische Zehnte in den USA

Nicht einmal jeder Zehnte gibt in den USA den Zehnten

Evangelikale geben mehr als Charismatiker und Pfingstler

Die biblische Richtlinie, mindestens zehn Prozent des Einkommens der Kirche, Gemeinde oder anderen christlichen Zwecken zur Verfügung zu stellen, wird laut idea in den USA von den wenigsten Frommen befolgt. Lediglich 9 Prozent aller „wiedergeborenen" Christen setze die biblische Vorgabe um. Nicht einmal jeder Zehnte gebe den Zehnten. Das habe das Meinungsforschungsinstitut Barna (Ventura/Kalifornien) in einer Befragung von 1.000 Erwachsenen festgestellt.

idea dazu weiter: "Bei den Evangelikalen ist die Praxis, den Zehnten zu geben, am weitesten verbreitet. 24 Prozent haben nach eigenen Angaben im vorigen Jahr diesen Teil ihrer Einkünfte christlichen Zwecken zur Verfügung gestellt. Bei den eifrigen Kirchgängern waren es zwölf und bei Charismatikern und Pfingstlern zehn Prozent. Insgesamt beachten acht Prozent der Protestanten und zwei Prozent der Katholiken die biblische Richtlinie. Am freigebigsten sind die Evangelikalen: 83 Prozent gaben im vorigen Jahr mindestens 1.000 US-Dollar (633 Euro). Im Bevölkerungsdurchschnitt sind es 34 Prozent."

Was sagt die Bibel dazu?

In einem Beitrag zum Zehnten von Gregor Ambrus (Berlin), der Bibelstellen dazu analysiert, stellt er zur Bedeutung des Zehnten fest:

Der Zehnte wird von den meisten falsch dargestellt. Gibt den Zehnten, denn Abraham gab ihn auch dem Melchisedek nachdem er seinen Neffen Lot mit Hilfe von Melchisedek befreit hatte. Er gab den Zehnten allerdings ein einziges Mal.

A) Situation bei Moses.

Bei dem Gesetz das der Herr dem Moses gab, hat der Zehnte zwei Bedeutungen. Er soll den Zehnten für sich selbst zur eigenen Freude im Hause des Herrn genießen. Natürlich soll er auch die Armen und Leviten an der Freude teilhaben lassen! Alle drei Jahre soll er den Zehnten den Armen und Leviten komplett abgeben (5 Moses 14 22-27). Jedes Jahr anderen den Zehnten abzugeben ist unbiblisch (5 Moses 14 28-29). Das ist nicht das Wort Gottes.

B) wie ist die Situation heute? :

Kirchensteuer beträgt ca. 8% von Einkommensteuer. Bei einer Steuer von 30% wären es 2,4 %. Der Zehnte alle 3 Jahre beträgt 3,3%. Allerdings werden von den Steuereinnahmen auch rund ein Drittel für Sozialausgaben also von jedem, jedoch zwangsweise ausgegeben. Das wären auf das Einkommen bezogen jährlich rund 9 % plus 2,4 Kirchensteuer sind 11,4%. Diese Lösung für die Freikirchen, die keine Kirchensteuer bekommen, wäre natürlich eine Katastrophe. Aber trotzdem heißt es :“ die Wahrheit macht euch frei“

C) Situation bei den Urchristen?:

Sie teilten alles miteinander (Apostelgeschichte, Kapitel 2 43-46). Dies ist die echte Lösung für die Jünger und Nachfolger Christi. Wer behauptet, dass bei einer Weltkirche dies nicht möglich sei, begeht Verrat am Evangelium. Vor Ort gibt es keine Weltkirche. Wir können Christen in anderen Ländern helfen, aber für die meisten sind Gemeinden schon außerhalb sogar in der gleichen Stadt etwas Anonymes. Liebe und Agape in der gleichen Gemeinde auszuüben ist schon schwer genug. Vergessen wir nicht 1.Timotheus 6 10: Denn die Wurzel aller Übel ist die Habsucht. Nicht wenige, die ihr verfielen, sind vom Glauben abgeirrt und haben sich viele Qualen bereitet. Und Habsucht ist auch ein Götzendienst, Kolosser, Kapitel 3, 5. Darum tötet, was irdisch an euch ist: die Unzucht, die Schamlosigkeit, die Leidenschaft, die bösen Begierden und die Habsucht, die ein Götzendienst ist. Hier hat die Kirche in den 2000 Jahren kläglich versagt! Wie viele machen aus ihrem Auto oder Hobby einen Götzendienst! Chemin Neuf und z.B. Fokolare s.s. ist eine ökumenische Gemeinschaft, in der alle zusammenleben, Wir sehen es geht doch!

Ein Überblick über die Aussagen der Bibel ist in der Infothek enthalten.