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"Homosexualität als Krankheit ist theologisch nicht zu verantworten"


25.04.09

"Homosexualität als Krankheit ist theologisch nicht zu verantworten"

Evangelischer Pressedienst berichtet über Positionen zum Kongreß "Psychotherapie und Seelsorge"

(MEDRUM) Der Evangelische Pressedienst Hessen (EPD) greift die Debatte über den Internationalen Kongreß "Psychotherapie und Seelsorge" auf, der Ende Mai in Marburg in Räumen der Stadt Marburg und der Marburger Philipps-Universität stattfinden soll. "Wirbel um evangelikalen Kongress" lautet die Überschrift des Artikels.

Der EPD stellt die unterschiedlichen Positionen zum Kongreß dar, insbesondere die ablehnende Haltung der hessischen Grünen, des Lesben- und Schwulenverbandes, der Jungen Liberalen und des Präsidenten der Fachhochschule Frankfurt, sowie die Stellungnahmen der Akademie für Psychotherapie und Seelsorge, des Marburger Oberbürgermeisters Vaupel und der Marburger Universitätssprecherin Viola Düwert. Auch die Initiative "Für Freiheit und Selbstbestimmung" wird als Gegeninitiative erwähnt. Als prominente Erstunterzeichner werden lediglich der Salzburger Weihbischof Andreas Laun sowie der Aschaffenburger CSU-Bundestagsabgeordnete Norbert Geis genannt.

Der EPD weist darauf hin, dass die evangelische Landeskirche von Kurhessen-Waldeck bislang nicht in die Diskussion einbezogen sei. Der Sprecher Karl Waldeck habe auf Anfrage betont: "In unserer Kirche ist für Homosexuelle Platz, auch für homosexuelle Pfarrerinnen und Pfarrer." Wie der EPD ferner berichtet, hält die Professorin für praktische Theologie an der Marburger Philipps-Universität, Ulrike Wagner-Rau, die strittigen Veranstaltungen für problematisch. Sie wird am Ende des Artikels mit einer kritischen Anmerkung zitiert: "Homosexualität als Krankheit anzusehen, kann die Betroffenen in große Bedrängnis bringen." Zudem entspreche es dem Forschungsstand in keiner Hinsicht. "Das ist theologisch nicht zu verantworten", habe die Hochschullehrerin erklärt.

EPD - > Wirbel um evangelikalen Kongress