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Artikel von Christian Füller über Grüne und Pädophilie in der FAZ statt TAZ


17.09.13

Artikel von Christian Füller über Grüne und Pädophilie in der FAZ statt TAZ

Glaube an eine bessere, weil grüne Welt, ist ein Irrglaube. Füller: "Die Grünen tun alles, um sich ihrem Verhältnis zur Sexualität nicht zu stellen. Sie lenken von ihrer Verantwortung lieber Richtung Kirche ab"

(MEDRUM) In der FAZ erschien am Samstag der Artikel von Christian Füller über Grüne und Pädophilie, dessen Veröffentlichung in der TAZ zuvor die Chefredakteurin, Ines Pohl, kurzfristig verhindert hatte (MEDRUM berichtete).

Kommune Dachsberg eine Art Konferenz- und Missbrauchszentrum

"Befreites Menschenmaterial" war Füllers Artikel überschrieben, den er für die TAZ im August formuliert hatte. Wie MEDRUM berichtete, ging es um das Verhältnis der Grünen zur Pädophilie. Erzbischof Zollitsch kläre "besser" und "gründlicher" auf als der "grüne Bischof Trittin", so lautete eine der Erkenntnisse, die Füller in seinem Artikel für die TAZ präsentierte. Diese Aussage findet sich auch in der etwas gekürzten und jetzt in der FAZ (16.09.13) unter der Überschrift "Sexuelle Befreiung" erschienenen, im Wortlaut nicht völlig gleichen Fassung des Artikels wieder. Füller greift erneut zum Vergleich von katholischer Kirche mit den Grünen und von Trittin mit Zollitsch. Er schreibt: "Anders als Bischof Zollitsch weigert sich der grüne Bischof Trittin, eine gesonderte Anlaufstelle für Opfer grüner Täter einzurichten. Dabei wäre dies enorm wichtig. Denn es gibt Opfer – auch bei den Grünen. Sie kommen aus WGs und Kinderläden oder aus der grünen Kommune Dachsberg in Nordrhein-Westfalen, die eine Art Konferenz- und Missbrauchszentrum war. „Es wurde geblasen, gewichst und gestreichelt“, schildern die damals 12- bis 13jährigen die Übergriffe dort."

Grüne Vordenkerin Antje Vollmer nimmt Pädagogenguru Hartmut Hentig in Schutz

Einer seiner Hauptvorwürfe, dass es Empathie bei den Grünen immer nur für die Opfer der anderen gibt, wird von Füller in der FAZ bekräftigt. Er veranschaulicht dies am Beispiel der Missbrauch-Aufklärung an der Odenwaldschule, wo es mehr als hundert Opfer gegeben habe. Füller: "Als die Rolle des Pädagogengurus Hartmut von Hentig hinterfragt wurde, meldete sich sogleich Antje Vollmer zu Wort: Man habe den armen Hentig reingelegt, sagte die grüne Vordenkerin. Und wies mit dem Zeigefinger auf – die Kirche: „Die katholische Kirche wird ihr Verhältnis zur Sexualität überprüfen müssen“, verlangte Vollmer." Was offenkundig fehlte, war die Bereitschaft, die eigene Verstrickung zu bekennen und dem Schmutz im eigenen Hause nachzugehen, statt vor der Tür anderer zu kehren. Füllers Erkenntnis: "Seitdem tun die Grünen alles, um sich ihrem Verhältnis zur Sexualität nicht zu stellen. Sie lenken von ihrer Verantwortung lieber Richtung Kirche ab." Er steht mit dieser Erkenntnis nicht allein. Franz Walter, ein Parteienforscher und Politikwissenschaftler, der das Verhältnis der Grünen zur Pädophilie untersucht, stellte in einem Beitrag in der TAZ am Montag fest: "Die Grünen halten lieber den Mund, murmeln höchstens von einem besonderen Zeitgeist, raunen von Verirrten und Sektierern, die man längst hinter sich gelassen habe."

Auch Jürgen Trittin in Entkriminalisierungsversuch des Kindesmissbrauchs verstrickt

Zur Aufarbeitung der pädophilen Vergangenheit gehört die Aufklärung über die damaligen pädophilen Strukturen und Forderungen bei den Grünen. Füller verweist auf die Tatsache, dass es pädosexuelle Arbeitsgruppen der Partei gab: "Sie nannten sich offen „Arbeitsgemeinschaft Schwule und Päderasten“. Parteiintern verniedlichte man sie gerne als „SchwuPis“. Sie forderten die Abschaffung des kompletten Sexualstrafrechts." In derartige Forderungen ist auch der Spitzenkandidat der Grünen, Jürgen Trittin, verstrickt. Er hat mittlerweile zugegeben, für die damalige Forderung bei den Grünen, sexuelle Handlungen zwischen Erwachsenen und Kindern nur noch zu bestrafen, wenn dabei Gewalt angewendet werde, mitverantwortlich gewesen zu sein. Wie die WELT am Montag berichtete, soll Trittin jetzt auch auf das Angebot von Walter an mögliche Opfer hingewiesen haben, sich bei dem Politikwissenschaftler zu melden.

Man schweigt, statt sich zu bekennen und zu erläutern

Hätten sich die grünen Vorstellungen über Entkriminalisierung damals durchgesetzt, hätte das nicht nur bedeutet, schwulen Sex zu legalisieren (Abschaffung §175 StGB), sondern auch sogenannten "Sex mit Kindern und Schutzbefohlenen und Darstellungen sexueller Gewalt gegen Kinder straffrei zu stellen", so Füller. Sexueller Kindesmissbrauch wäre also straffrei geworden. Dies sei ein Fehler gewesen, räumte Trittin am Montagabend in der Sendung "Hart, aber fair" in der ARD ein. Der Fehler sei später korrigiert worden. Doch, obwohl Trittin in der gestrigen Sendung für die Aufklärung der grünen Vergangenheit plädierte, tat er nicht, was der dafür angeworbene Politikwissenschaftler Franz Walter in der TAZ forderte: "Niemand – soweit wir sehen – äußert sich dazu, keiner versucht, die eigene politische Haltung der damaligen Zeit öffentlich nachvollziehbar zu machen." Walter sieht jedoch "gute Gründe" für die Grünen, sich zu erklären: "Schließlich befand sich eine stattliche Zahl, wenn nicht gar die Mehrheit der Sexualwissenschaftler auf Seiten der Strafrechtsreformer, ebenso die Kriminologen, Vertreter der Kinder- und Jugendpsychiatrie, der Pädagogik. Doch auch in diesem Spektrum schweigt man, statt sich zu erläutern."

Wären die Grünen bereit, sich zu erklären, würden sie auch Christian Füllers Frage "Wieso nahmen Grüne damals die offen pädophile Propaganda widerspruchslos hin?" beantworten. Sie müssten dann aber auch mit sich selbst ebenso scharf ins Gericht gehen, wie sie das mit anderen, zum Beispiel mit Vertretern der Kirchen tun. Und genau an dieser Konsequenz scheint es zu fehlen. Vielleicht, um es mit den Worten von Christian Füller zu sagen, "weil die Grünen Gläubige sind, die fest an die Moral der grünen Kirche von der Bewahrung der Schöpfung, der ehrlicheren Politik und einer besseren, weil grünen Welt glauben". Ein solcher Glaube aber, das zeigt Füllers Beitrag in der FAZ, ist ein Irrglaube.


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