Zeitung stellt Berichterstattung über Legida ein

Leipzig - Nach wiederholten Angriffen auf Journalisten stellt die Leipziger Internetzeitung (LIZ) ihre Berichterstattung über das islam- und fremdenfeindliche Legida-Bündnis ein. Die Kollegen würden zunehmend im Stich gelassen und vor Ort «unausgesetzt bedroht und attackiert», erklärte die Online-Zeitung am Dienstag und erhob Vorwürfe gegen die Polizei. Ein Gespräch mit dem Leipziger Polizeipräsidenten Bernd Merbitz habe bisher zu keiner Veränderung der Bedrohungslage geführt. Einen Schutz für die Kollegen gebe es während der Legida-Aufmärsche nicht. Drohungen, Vermummungen, das Blenden von Journalisten würden nicht unterbunden. Auch seitens der sächsischen Staatsregierung fehlten nachhaltige Signale.

Quelle: 
WELT
vom: 
16.02.16