"Wir sind Feministen und scheißen auf die Christen!"


05.10.09

"Wir sind Feministen und scheißen auf die Christen!"

Augenzeugenbericht eines Teilnehmers des Schweigemarsches "1000 Kreuze für das Leben" in Berlin

(MEDRUM) Beim Marsch "1000 Kreuze für das Leben" am 27.09.09 in Berlin scheuten Abtreibungsfanatiker keine noch so schändliche Schmähung, um Christen und Lebensschützern ihre Verachtung zu demonstrieren.

Etwa 400 Gegner des Lebensschutzes versammelten sich in Berlin, um die Veranstaltung des Bundesverbandes Lebensrecht durch Störaktionen zu behindern. Eine Aktion "1000 Kreuze in die Spree" hatte dazu aufgerufen, die Lebensschutzveranstaltung massiv zu stören. Wie MEDRUM berichtete, kam es dabei zu haßerfüllten Aktionen gegen Teilnehmer des Schweigemarsches: Ihnen wurden weiße Kreuze entrissen und in die Spree geworfen, eine Bibel wurde angezündet und ihnen vor die Füße geschleudert, und beim Gottesdienst wurden Teilnehmer mit Eiern beworfen. Die Gegner des Lebensschutzes drückten ihre Geisteshaltung auch in schmähenden und verspottenden Haßparolen aus.

Ein Teilnehmer am Schweigemarsch in Berlin und Augenzeuge berichtet MEDRUM:

"Plakate '1000 Kreuze in die Spree' sah ich schon auf Weg zur Veranstaltung. Ich ging vorn im Zug mit, zweite bis dritte Reihe: Aufgeblasene und nicht aufgeblasene Kondome, Luftschlangen und Konfetti wurden auf den Trauerzug mit 1000 Kreuzen geworfen. Eine brennende Bibel wurde dem Zug entgegengeworfen, einer vorne im Zug strauchelte. Ihm wurde etwas entgegengeworfen, und er trat auf etwas herum, wie man Feuer austritt. Es war Bischof Laun, den ich erst später im Gottesdienst als solchen erkannte, als er dann die Bibel hochhielt.

Rauchende mischten sich unter die Menge. Sie schwenkten auch Regenbogenfahnen, und scandierten - begleitet von  Triller- und Silvesterrollpfeifen:

  • 'Sex vor der Ehe ist worauf ich stehe!'
  • 'Eure Kinder werden so wie wir."

Weiße Kreuze wurden entrissen und mit Kondomen und Dildos behangen. Dildos wurden geschwenkt. Männer mit rosa Perücken traten auf wie zur Gay Party.

Zahlreiche Zwischenrufe ertönten, wie:

  • 'Christen von der Straße fegen!'
  • 'Wir sind die Perversen und sind euch auf den Fersen!'
  • 'Wir sind Feministen und scheißen auf die Christen!' "

Auch das Verlesen der Grußworte des Ministerpräsidenten Rüttgers und des Ratsvorsitzenden der EKD, Bischof Wolfgang Huber, an die Organisatoren und Teilnehmer der Veranstaltung wurde durch Zwischenrufe der Häme gestört. Die Veranstaltungsgegner riefen "Hätt Maria abgetrieben, wärt ihr uns erspart geblieben" und forderten ein "Menschenrecht" auf Abtreibung.

Zur Störaktion der Lebensrechtveranstaltung in Berlin hatten linksautoritäre Gruppen aufgerufen, die sich als "anti-faschistisch", "anti-sexistisch", "feministisch" und "humanistisch" bezeichnen.  Solche Gruppen hatten sich bereits beim Aufruf eines Marburger Aktionsbündnisses zum Kampf gegen den Marburger Kongreß "Psychotherapie und Seelsorge" im Mai dieses Jahres zusammengeschlossen, um die Durchführung des Kongresses zu verhindern. Sie hatten damit jedoch keinen Erfolg. Durch ein starkes Polizeiaufgebot und die Verlegung der Veranstaltung in andere Örtlichkeiten konnte der Kongreß stattfinden. Dafür hatten sich mehrere tausend Bürger und namhafte Personen des öffentlichen Lebens in einer Erklärung für "Freiheit und Selbstbestimmung" ausgesprochen. Zu den Erstunterzeichnern der Erklärung gehörte auch der Weihbischof von Salzburg, Andreas Laun, der sich bei der Veranstaltung in Berlin für einen wirksameren Schutz des ungeborenen Lebens aussprach und selbst Augenzeuge und Betroffener der Schmähung und Verhöhnung von Christen wurde.

Der Aktionsaufruf gegen die Lebensrechtveranstaltung in Berlin wurde auch vom Abtreibungsberatungsverein "Pro Familia" und von Teilen der Linken unterstützt. Zu den Unterstützergruppen gehörte insbesondere die Linksjugend ['solid]. Sie bezeichnet sich als sozialistischer, antifaschistischer, basisdemokratischer und feministischer Jugendverband, der in die gesellschaftlichen Verhältnisse eingreifen und Plattform für antikapitalistische und selbstbestimmte Politik sein will. Die Linksjugend über sich selbst: "Als parteinaher Jugendverband ist die Linksjugend ['solid] die Jugendorganisation der Partei DIE LINKE und wirkt als Interessensvertretung linker Jugendlicher in die Partei."

Die Mißachtung des ungeborenen Lebens hat an anderer Stelle auch das Landesvorstandsmitglied der LINKEN in Schleswig-Holstein, Asja Huberty, in einem Artikel "Gegen Entmündigung, Leibeigenschaft und Kinderwahnsinn!" ausgedrückt, in dem sie vom Krieg gegen Abtreibungsgegner sprach (siehe MEDRUM-Artikel "Manifest und Kriegserklärung einer Linken").

Wie schon beim Marburger Kongreß herrschte auch jetzt das Schweigen der Blätter im Walde. Auch jetzt ging kein Aufschrei durch Politik und Medien über die Schändung christlicher Symbole und die Schmähung von Christen, wie Martin Lohmann, der neue Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht, gegenüber idea feststellte.


-> Abtreibungsfanatiker werfen Weihbischof Laun Verleumdung vor

-> Bibel verbrannt

-> Blanker Haß gegen das Leben

-> Manifest und Kriegserklärung einer Linken

-> Gender-Aufruhr in Hamburg

-> Forderung nach christlich-konservativer Erneuerung


Für einen besseren Schutz des ungeborenen Lebens setzt sich eine Initiative ein,
die vom Bundesverband Lebensrecht und 30 anderen Organisationen unterstützt wird.

Unterschriftenaktion für die Abschaffung von Beratungsscheinen der EKD zur Abtreibung -> Onlineunterzeichnung

Zum Sammeln von Unterschriften in Gemeinden in MEDRUM -> Unterschriftenblatt Gemeindehilfsbund