"Wichtige Passagen von Latzels Predigt fast vollständig ausgeblendet"


09.02.15

"Wichtige Passagen von Latzels Predigt fast vollständig ausgeblendet"

Der Reformation und Barmer Theologischen Erklärung verpflichtet: St. Martini-Gemeinde nimmt Stellung zu Pastor Latzels Predigt und wehrt sich gegen Verunglimpfung, Religionsvermischung und Einschränkung des Glaubens

(MEDRUM) Die St. Martini Gemeinde hat sich in einer eingehenden Stellungnahme zur Predigt ihres Pastors Olaf Lützel geäußert. Darin stellt die Gemeinde fest, dass wichtige Passagen der Predigt von den Medien in Bremen fast vollständig ausgeblendet wurden. Das klare Bekenntnis zum Glauben gehöre ebenso zum evangelischen Christsein wie das gute Zusammenleben mit anderen Religionen. Eine Einschränkung des Glaubens wird aber entschieden zurückgewiesen.


ImageBitte um Entschuldigung

In ihrer Stellungnahme vom 8. Februar 2015 stellt die Gemeinde fest, dass es ihr leid tut, falls einige Formulierungen in Pastor Latzels Predigt die religiösen Gefühle anderer verletzt haben und sagt: "Wir bitten auch im Namen von Pastor Latzel hierfür um Entschuldigung."

Keine Predigt gegen andere

Die Gemeinde stellt ebenso fest, dass die Predigt vom 18. Januar 2015 sich nicht gegen andere Religionen richtete, sondern
ausschließlich "uns Christen und unseren Umgang mit anderen Religionen" ansprach. Wörtlich heißt es dazu weiter: "Der Vorstand wie der Pastor halten fest, dass die St. Martini-Gemeinde für ein buntes und vielfältiges Bremen steht."

Bekenntnis in großer Klarheit

Zugleich bekennt sich die Gemeinde zum Kern des Glaubens, auf den Latzel in seiner Predigt einging und sagt: "Die Predigt weist in großer Klarheit auf die Grundlage des christlichen Glaubens hin. Grundlage des christlichen Glaubens ist das Bekenntnis zu dem Dreieinigen Gott, dem Gott Vater, Sohn und Heiligen Geist, wie er in der Bibel bezeugt wird, als dem einen wahren Gott. Wie aus der Bibel, den altkirchlichen Bekenntnissen und den Schriften der Reformation hervorgeht, kann der Gott der Bibel nicht der Gott des Korans sein. Das Feiern gemeinsamer Gottesdienste oder Gebete mit Imamen oder Vertretern anderer Religionen ist daher nicht möglich. Auch Glücksbringer, Buddha-Statuen oder Reliquienverehrung gehören nicht zum evangelischen Christsein."

Christenpflicht: Gutes Zusammenleben mit anderen Religionen

Schließlich bekennt sich die Gemeinde besonders zum respektvollen Umgang mit Menschen anderen Glaubens. Unterschiedlicher Glaube bedeute "jedoch nicht, dass wir Menschen anderer Religionen nicht respektvoll begegnen", so die Gemeinde und hebt daran anknüpfend hervor: "Ganz im Gegenteil! Pastor Latzel weist in seiner Predigt darauf hin, dass es die Pflicht der Christen ist, für ein gutes Zusammenleben mit Mitbürgern anderer Religionen zu sorgen."

Gegen Einschränkung des Glaubens und Ausblendung wichtiger Aussagen

Diese wichtigen Passagen von Latzels Predigt seien jedoch fast vollständig ausgeblendet worden. Den Vorwurf, andere Religionen würden verhöhnt werden, weist die Gemeinde "mit aller Entschiedenheit" zurück. Vielmehr, so die Gemeinde, wendet sie sich als bekennende Gemeinde "gegen jede Form der Verfolgung oder Einschränkung des Glaubens" gleich welcher Religion (Bild oben).

Zum Nachlesen die Stellungnahme der Martini-Gemeinde: www.st-martini.net/files/SMG_Stellungnahme_20150208.pdf

Leserbriefe

Was will die BEK mit Halbwahrheiten?

Mir bleibt da mal eine ganz einfache Frage: was verfolgt die BEK damit, dass sie solche Halbwahrheiten wirklich in allen Zeitungen in Deutschland verbreitet? Wen interessiert es z.B. in Bayern wirklich, was die Bremer da so machen? In unserer Zeitung steht sonst nie was von Bremen, außer "Werder Bremen".

Glückwunsch an Pastor Latzel zu solch einem Kirchenvorstand, der nicht vor der BEK und allen möglichen Kritikern niederfällt, sondern aufrecht stehen bleibt und ganz sachlich reagiert. Der HERR segne die Gemeinde!