Weiterhin viel Zustimmung zur Gorber-Bittschrift


18.09.08

Weiterhin viel Zustimmung zur Gorber-Bittschrift

Fast 2000 Unterzeichnungen 

(MEDRUM) Das Geschehen um  Familie Gorber aus Überlingen und die staatliche Wegnahme ihrer Kinder erweckt weiterhin viel Aufmerksamkeit und Unterstützung in der Bevölkerung.

Die Flut von Unterzeichungen der Bittschrift reißt nicht ab. In den letzten Tagen haben sich weitere 400  Personen entschlossen, das Anliegen der Initiatoren zu unterstützen.

Wie bereits berichtet gehören zu diesen Unterstützern auch Hartmut Steeb, der Generalsekretär der Evangelischen Allianz Deutschland, und Gabriele Kuby, die  Soziologin und Buchautorin (u.a. "Die Gender Revolution - Relativismus in Aktion"). 

Initiatoren und Unterzeichner der Bittschrift hoffen, dass die vorläufige Rückkehr der Kinder zu ihrer Familie durch das Gericht bald als endgültig erklärt wird. Wie sich zwischenzeitlich ergeben hat, soll nun am 22. September - obwohl bereits ein Gutachten mit umfassenden und positiven Erkenntnissen über die Kinder vorliegt - nochmals eine Begutachtung der Kinder erfolgen. Das zweite Gutachten wird aus dem Blickwinkel des Gutachters erstellt, dessen Begutachtung sich Anfang September die Eltern unterzogen hatten. Er soll sich auserbeten haben, auch die Kinder sehen zu wollen. 

Im Gegensatz zu vielen Reaktionen aus der Bevölkerung hat der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion leider auch weiterhin nicht auf einen an ihn gerichteten Brief reagiert oder wenigstens reagieren lassen. Gleiches trifft auf die CDU-Landtagsfraktion in Baden-Württemberg und das Büro der Familienministerin Ursula von der Leyen zu. 

Der Landrat des Landkreises Freudenstadt hat sich nach vorliegenden Informationen zwischenzeitlich zu Beschwerden geäußert, die über die Vorgehensweisen von Jugendamtsmitarbeitern bei ihm erhoben wurden. In einem Schreiben, das MEDRUM vorliegt, hat er festgestellt, er könne keine persönlichen Verfehlungen bei Mitarbeitern des Jugendamtes erkennen. Dafür habe er keine Anhaltspunkte.

Vater Gorber ist unterdessen weiterhin optimistisch. Die große Zustimmung, die seine Familie aus der Öffentlichkeit erfährt, sieht er täglich aufs Neue als eine große Hilfe und Ermutigung an. Gleichzeitig ist er erleichtert, dass ihn seine Kinder tagtäglich erleben lassen wie froh sie sind, jetzt vom Joch der Heimunterbringung erlöst zu sein. Seine Kinder erleben jetzt in der Realität, wovon sie in vielen Nächten träumten, als sie noch im Heim untergebracht waren, wie Vater Gorber aus den Erzählungen seiner Töchter vernommen hat. Selbst den Heimweg mit schwerem Schulranzen von der Schule aus Überlingen zur Wohnung bringen sie klaglos hinter sich. "Hauptsache, es geht nach Hause und nicht ins Heim", sagte eine seiner Töchter zu ihm am gestrigen Tag.


Letzte MEDRUM-Artikel zur Gorber-Familie

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Erster MEDRUM-Atikel

-> Sechs Kinder einer bibeltreuen Familie entrissen und in staatlichen Gewahrsam genommen 


Online-Unterzeichnung der Bittschrift der "Initiative Gorber"

( insgesamt fast 2000 Unterzeichungen aus fünf Erdteilen)

Leserbriefe

Familie Gorber, Home-Schooling und Parallelgesellschaften

Wir sind eine Hausschulfamilie und wegen der deutschen Rechtslage nach England ausgewandert. Aus unserer Erfahrung kann ich sagen, dass die Angst der deutschen Behörden, Home-Education würde Parallelgesellschaften produzieren, unbegründet ist. Hier in England gibt es ein Netz aus Home-Ed-Familien, die sich zu allerlei Aktivitäten treffen, vom Kegelnachmittag über gemeinsames Basteln und Fremdsprachunterricht bei einem Menschen aus dem entsprechenden Land bis hin zu Kursen, die die Inhalte des National Curriculum durchnehmen. Hier treffen sich die unterschiedlichsten Leute: Kinder, die aus dem Rahmen fallen und deshalb soziale oder akademische Schwierigkeiten in der Schule hatten und für die der maßgeschneiderte Unterricht der HE bessere Chancen bietet (Hochbegabung, Minderbegabung, Legasthenie, ADHS, Asperger, XYY; Körperliche Behinderungen....); Kinder, die gemobbed wurden; Kinder, die lieber autonom lernen; Kinder von Eltern, die diese Form der Beschulung einfach schöner finden; Bibelgläubige - ein bunteres Durcheinander lässt sich kaum vorstellen! Dagegen haben das katholische Mädchengymnasium, das unsere Tochter in Deutschland besuchte, und die lokale Sprengel-Hauptschule, die unser Sohn besuchte, kaum etwas miteinander gemein: ethnische Zusammensetzung, sozioökonomischer Status der Familien, Interessen und Perspektiven der Kinder, Schulklima, Ausbildung der Lehrkräfte, das pro Schüler vom Staat aufgewendete Geld; Unterrichtsinhalte ... hier werden geplant Parallelgesellschaften von Staats wegen erzeugt.