Pressekonferenz der Initiative "Kinder sind eine Gabe Gottes" am 28. Oktober in Ulm

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23.10.09

Pressekonferenz der Initiative "Kinder sind eine Gabe Gottes" am 28. Oktober in Ulm

30 Organisationen und 20.000 Personen für Reform der Hilfe und Schwangerschaftskonfliktberatung in der EKD

von Kurt J. Heinz

(MEDRUM) Die Initiative "Kinder sind eine Gabe Gottes" hat anläßlich der Tagung der Synode der „Evangelischen Kirche in Deutschland“ in Ulm am 28. Oktober 2009 zu einer Pressekonferenz eingeladen. Zweck der Pressekonferenz ist es, die Vertreter der Medien über das Anliegen der Initiative zu informieren, in der EKD die Hilfe für schwangere Frauen zu verbessern und das Leben ungeborener Kinder zu schützen.

In der Einladung zur Pressekonferenz stellt die Initiative fest:

"Um 17.45 Uhr wird die Initiative im Namen von 30 Organisationen und der namentlichen Unterstützung von fast 20 Tausend Christen im Congress Centrum Ulm dem Präsidium der Synode einen Appell an die Synode und den Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland überreichen.

Mit diesem Appell wird zu einer Reformdiskussion und Neuausrichtung der Beratung und Hilfe für schwangere Frauen in der EKD aufgerufen. Grundlage des Aufrufes ist die Schrift „Schwangerschaftskonfliktberatung - Die ethische Problematik gegenwärtiger Praxis“ von Prof. Dr. Dr. habil. Rainer Mayer (Mannheim).

Im Anschluß an die Übergabe des Appells und die Übergabe von 20.000 Unterschriften wird die Initiative eine Presseerklärung abgeben und sich Ihren Fragen stellen.

Zeit: Mittwoch, 28.10.2009, 17.45 Uhr
Ort: Congress Centrum Ulm, Foyer des Plenarsaals der Synode"

Hinter dem Anliegen der Initiative stehen gewichtige Beweggründe. Dazu gehört die mittlerweile 15 Jahre anhaltende Erfahrung, dass jedes Jahr in Deutschland eine Großstadt ungeborener Kinder bei Schwangerschaftsabbrüchen - trotz gesetzlich vorgeschriebener Beratungspflicht - den Tod erleidet (Grafik unten).

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Nach der amtlichen Meldestatistik sind allein in den Jahren 2001 bis 2008 insgesamt 1 Million Kinder abgetrieben worden (die Dunkelziffer nicht amtlich erfasster Abtreibungen liegt nach Einschätzung von Lebensrechtorganisationen noch weit darüber). Die Initiatoren und Träger der Initiative halten dies für ethisch höchst bedenklich. Sie wollen, dass in der Evangelischen Kirche in Deutschland die Anstrengungen verstärkt werden, Eltern bei ihrer Entscheidung zu helfen, JA zur Geburt ihrer Kinder zu sagen, anstatt sie abzutreiben. Eingedenk der über anderthalb Jahrzehnte gesammelten Negativerfahrung wollen sie nun die Synode und den Rat der EKD bitten, eine Reformdiskussion über eine Neuausrichtung der Hilfe und Schwangerschaftskonfliktberatung zu führen.

Wie berechtigt dieses Anliegen ist, wird auch aus der Resolution deutlich, die das Forum Deutscher Katholiken bei seinem Kongreß "Freude am Glauben" am 13. September in Aschaffenburg verabschiedet hat. Die Resolution kritisiert, dass die derzeitigen Abtreibungsregelungen in Deutschland noch nicht einmal den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichtes genügen und fordert, den Lebensschutz für ungeborene Kinder zu verbessern.

Im Unterschied zur Katholischen Kirche stellen die kirchlichen Beratungsstellen und das Diakonische Werk der EKD im Rahmen ihrer Mitwirkung am gesetzlichen Schwangerschaftskonflikt-Beratungssystem ebenso wie beispielsweise die Abtreibungsberatungsorganisation "Pro Familia" auch Beratungsscheine aus. Diese Bescheinigungen dienen dem Zweck der straffreien Tötung ungeborener Kinder, wie es die Regelungen des Schwangerschaftskonfliktgesetzes vorschreiben. Die Tötung des ungeborenen Lebens ist in Deutschland unverändert grundsätzlich eine Straftat. Von Strafe kann allerdings dann abgesehen werden, wenn ein schriftlicher Nachweis vorliegt, mit dem bestätigt wird, dass zuvor eine Beratung über den Abbruch einer Schwangerschaft stattgefunden hat.

Professor Dr. Dr. Rainer Mayer: -> „Die ethische Problematik der Schwangerschaftskonfliktberatung“.


Unterschriftenaktion für die Abschaffung von Beratungsscheinen der EKD zur Abtreibung -> Onlineunterzeichnung

Zum Sammeln von Unterschriften in Gemeinden in MEDRUM -> Unterschriftenblatt Gemeindehilfsbund


MEDRUM -> Unterschriftenaktion läuft weiter