Petition will Organspendenerklärung zur Pflicht machen


24.11.10

Petition will Organspendenerklärung zur Pflicht machen

Petitionsausschuss des Bundestages will höhere Organspendenbereitschaft erreichen

(MEDRUM) Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages will eine höhere Bereitschaft der Bürger erreichen, Organe zu spenden. Gegenstand der Beratung war am heutigen Mittwoch die Eingabe eines Petenten, die von jedem Bürger künftig eine Entscheidung erzwingen will, ob er Organspender sein will oder nicht.

In ihrer Sitzung am Mittwochmorgen beschlossen die Abgeordneten des Petitionsausschusses einstimmig, eine öffentliche Petition, die eine weitreichende Änderung des Organspenderechtes anstrebt, dem Bundesgesundheitsministerium "zur Erwägung zu überweisen" und den Bundestagsfraktionen zur Kenntnis zu bringen.

Mit seiner Eingabe verlangt der Petent, daß jeder Bürger künftig erklären muß, ob er Organe spenden will oder nicht. Diese Entscheidung soll auf der Mitgliedskarte seiner Krankenkasse vermerkt werden. Zugleich sollen deutschlandweit Koordinierungsstellen mit Transplantationsbeauftragten eingerichtet werden.

Nach Auffassung des Petitionsausschusses ist es wünschenswert, daß möglichst viele Bürger zu Lebzeiten eine Entscheidung zur postmortalen Organspende treffen und dies auch dokumentiert wird. Für eine Förderung der Organspendebereitschaft in der Bevölkerung ist nach Ansicht des Petitionsausschusses eine umfassende Aufklärung jedes Einzelnen Grundlage. Dazu würden das Bundesgesundheitsministerium und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung seit Langem Informations- und Aufklärungskampagnen durchführen. Das Ministerium plane zudem, dass Versicherte die Möglichkeit erhalten sollten, auf freiwilliger Basis auf der elektronischen Gesundheitskarte im Rahmen des Notfalldatensatzes die Organspendeerklärung in geeigneter Form dokumentieren zu können.

Die Abgeordneten halten die Petition für geeignet, erneut auf das wichtige Anliegen der Organspende aufmerksam zu machen. Der Beschluss, die Petition zu überweisen, gelte insbesondere auch mit Blick auf den im Koalitionsvertrag festgehaltenen Prüfauftrag zur elektronischen Gesundheitskarte, wonach die Bereitschaft zur Organspende auf dieser niedergelegt werden könne.


Leserbriefe

Auf dem Wege zur Diktatur des Zeitgeistes

Auch dies ist ein Baustein auf dem Wege zur Diktatur des Zeitgeistes. Es scheint, als sei der Teufel so aktiv wie nie zuvor, die Verlockung zu sein, wie Gott, ist allzu gross. Wie ein brüllender Löwe ist er unterwegs, um zu verschlingen, wen er kann. Von der unantastbaren Würde der menschlichen Person ist da nicht mehr viel zu verspüren. Die Verehrung des Mammon nimmt ungeahnte Ausmaße an. Nichts anderes ist der übrigens der Hintergrund des geradezu unerträglichen Gendermainstream-Theaters, dessen erste Opfer ja schon im Gefängnis sitzen.

EKD: Neoliberale Mode statt kritischer Auseinandersetzung

Ein Transplantationschirurg aus Bayreuth-Eckart Nagel-, Kirchentagspräsident (2008?) warb lange für die Privatisierung des Gesundheitswesens und für Organspende. Auf eine Frage eines Redakteurs, ob er selber spenden würde, antwortetet er mit JEIN. Derselbe ist auch in regelmäßigen Kontakten mit K. Göring-Eckardt, die wiederum russische Mediziner einlud - wie ich es bis vor kurzem auf ihrer Internetseite nachlesen konnte.

Wie ist diese evangelische Kirche verkommen zur neoliberalen Mode oder zu einer anderartigen Missionsabteilung? Sie propagieren alles, was aus den USA kommt und werden dann mit Aufstieg und neuen Posten belohnt. Kritische Auseinandersetzung findet öffentlich nicht mehr statt. Ich finde mich da schon lange nicht mehr ein. Ich bin prinzipiell gegen Organspende.

Organspende

Das Problem ist vor allem, daß wer hirntot ist, nicht wirklich tot ist. Der Hirntod wurde als Tod definiert, da Organe von einem Mensch der wirklich tot ist, nicht mehr zur Transplantation geeignet sind.