Joachim Kardinal Meisner wird heute 80 Jahre alt


25.12.13

Joachim Kardinal Meisner wird heute 80 Jahre alt

Ein Bewahrer des Glaubens mit großer Leuchtkraft und klarer Verkündigung

(MEDRUM) Er war schon dem ehemaligen Staatsratsvorsitzenden Erich Honnecker ein Dorn im Auge. Denn er gehörte zu den Mutigen in der DDR, die der damaligen Staatsführung nicht nach dem Munde redeten. Das hat er sich bis auf den heutigen Tag, seinem 80. Geburtstag, bewahrt. Joachim Kardinal Meisner gehört zu den wenigen kirchlichen Amtsträgern, die den Glauben bewahren und eine klare Botschaft verkündigen, auch wenn der säkulare Mainstream sie nicht hören will.

Die Tageszeitung DIE WELT nennt ihn den politisch unkorrektesten deutschen Kirchenmann. Als "Widerstandskämpfer Gottes" wird er vom Tagesspiegel bezeichnet, und als "Polarisierer" gilt er in der ZEIT.

ImageMeisner (Bild links) gehört unbestritten zu denjenigen Repräsentanten in der deutschen katholischen Kirche, die sich nicht scheuen, auch unbeliebte Entscheidungen zu treffen. So entzog der Kardinal dem ehemaligen Herausgeber und Schriftleiter der katholischen Zeitschrift "Theologisches", David Berger, die katholische Lehrerlaubnis. Meisners Begründung: Berger könne aufgrund seiner Lebensführung die katholische Lehre nach seiner Auffassung nicht mehr glaubwürdig vertreten. Berger hatte zuvor über einen langen Zeitraum ein Doppelleben als Theologe und Homosexueller geführt.

Schon in der ehemaligen DDR machte Meisner durch seine unerschrockene Art auf seine Haltung aufmerksam. Den Christen in der DDR rief er 1987 vor dem Mauerfall in Berlin zu, sie sollten nicht den Sternen der sozialistischen Einheitspartei, sondern nur dem Stern von Bethlehem folgen. Sein Wahlspruch lautet "Spes nostra firma" und bedeutet: "Unsere Hoffnung für Euch steht fest" (aus 2 Kor. 1,7).

Für Meisner ist die christliche Botschaft der Wegweiser durch das Leben, so auch beim Schutz des ungeborenen Lebens. In seinem Grußwort zum Marsch für das Leben betonte der Kölner Kardinal: „Der Wert des Lebens steht in Konkurrenz zu vielem anderen, das nicht als Wert bezeichnet werden kann. Umso mehr müssen wir als Christen in dieser Zeit unsere Stimme erheben, um den unbedingten Wert des Lebens, gerade des schutzbedürftigen Lebens am Anfang und Ende menschlicher Existenz, zu verteidigen und als unverfügbar einzufordern.“ Die hohe Zahl von Abtreibungen in Deutschland nannte Meisner in einem Beitrag für "Christ und Welt" einen täglichen Super-GAU.

Das Erzbistum Köln sagt über seinen Bischof:

Joachim Kardinal Meisner ist der 94. Bischof des Erzbistums Köln. Er wurde am 25. Dezember 1933 in Breslau geboren. Die Priesterweihe empfing er 1962 in Erfurt, dort war er später auch Weihbischof. 1969 wurde er in Rom zum Doktor der Theologie promoviert. Von 1980 bis 1989 war er Bischof von Berlin. 1983 erhob ihn Papst Johannes Paul II. zum Kardinal.

Seit 12. Februar 1989 ist Joachim Kardinal Meisner Erzbischof von Köln. Darüber hinaus ist er Mitglied mehrerer römischer Kongregationen und auch verschiedener Kommissionen der Deutschen Bischofskonferenz. Sein Wappenspruch lautet "Spes nostra firma" - "Unsere Hoffnung für Euch steht fest".

An seinem besonderen Geburtstag wird er heute um 10.00 Uhr das Weihnachtshochamt im Hohen Dom zu Köln zelebrieren.

2014 wird Kardinal aus dem Amt des Erzbischofs von Köln aus Altersgründen ausscheiden.


24.12.13 Der politisch unkorrekteste deutsche Kirchenmann WELT
23.12.13 Der "Widerstandkämpfer Gottes" wird 80 Tagesspiegel
13.12.13 Der Polarisierer unter den Kardinälen geht Zeit

Leserbriefe

Fels am Rhein im Strom der Zeit

Es war immer schon das "kleine Häufllein" von dem Luther sprach, das unter dem Kreuz liegt und mit der Welt ringt um der Herrlichkeit Gottes willen. Diese aber, die treu zum Herrn stehen, werden auch Erben des Himmelreichs sein und sind es schon jetzt, ganz wie der Herr es beschlossen hat. Sichtbar an den standhaften Dienern wie dem Kardinal Meisner.