Italienisches Parlament für weltweites Moratorium bei der Abtreibung


18.07.09

Italienisches Parlament für weltweites Moratorium bei der Abtreibung

(MEDRUM) Die Italienische Regierung soll sich in der UNO für ein Moratorium bei der Abtreibung einsetzen. Diesen Beschluß hat die italienische Abgeordnetenkammer am 16.07.09 verabschiedet.

Wie die Wiener Zeitung und Radion Vatikan berichten, hat sich das italienische Parlament mehrheitlich dagegen ausgesprochen, dass Abtreibung als Mittel der Familienplanung oder Bevölkerungskontrolle mißbraucht wird. Deswegen soll sich die italienische Regierung bei der UNO für ein Moratorium einsetzen. Der Antrag wurde mit den Stimmen der Regierungsparteien und der christdemokratischen Partei UDC verabschiedet.

Rocco Buttiglione, Präsident der christdemokratischen UDC, erklärte dazu: "Die UNO soll den Schwangerschaftsabbruch als Mittel zur demografischen Kontrolle verurteilen und das Recht jeder Frau anerkennen, nicht zur Abtreibung gezwungen zu werden. Sie muss Maßnahmen ergreifen, wirtschaftliche und soziale Ursachen des Schwangerschaftsabbruchs zu bekämpfen", sagte Buttiglione. Ein ähnlicher Antrag soll in das EU-Parlament eingebracht werden.

Der Vatikan unterstützt Buttigliones Pläne. Der Papst hatte kürzlich die Hoffnung geäußert, dass mit der UNO-Resolution für ein weltweites Moratorium gegen die Todesstrafe eine „öffentliche Debatte über die Heiligkeit des Lebens" gefördert wird.

Die Haltung des italienischen Parlamentes macht deutlich, dass die in Deutschland vom Gemeindehilfsbund gestartete Initiative, in der Evangelischen Kirche künftig keine Beratungsscheine mehr auszustellen, beim italienischen Parlament eine breite Unterstützung finden würde. Mit der Initiative wollen sich kirchliche Gemeinschaften und Lebensschutz-Organisationen an den Rat der EKD und die Synode der EKD wenden, künftig keine "Abtreibungsscheine" mehr auszustellen.

Es bleibt jedoch abzuwarten, ob das Recht und der Schutz des Lebens des ungeborenen Kindes auch bei christdemokratischen Politikern in Deutschland und bei den Bischöfen der Evangelischen Kirche Gehör finden wird.

Die Initiative wird derzeit von folgenden Organisationen unterstützt:

* die Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA);
* der Aktionskreis "Weisser Friede"
* der Arbeitskreis Bekennender Christen in Bayern;
* die Ärztegesellschaft "Ärzte für das Leben e.V."
* die Ärztvereinigung European Pro-Life Doctors (EPLD);
* die Bekenntnisbewegung „Kein anderes Evangelium";
* der Bundesverband Lebensrecht;
* die Christdemokraten für das Leben e.V. (CDL)
* das Christoferuswerk e.V.
* die Initiative Europa für Christus!
* der Evangelische Aufbruch in Deutschland;
* der Evangelische Gemeinschaftsverband Siegerland-Wittgenstein;
* das Familiennetzwerk;
* der Gemeindehilfsbund;
* das Gemeindenetzwerk;
* der Herborner Gemeinschaftsverband;
* die KALEB (Kooperative Arbeit Leben Ehrfürchtig Bewahren);
* die Kirchliche Sammlung um Bibel und Bekenntnis in Bayern (KSBB);
* der Kreis Katholischer Ärzte München (KÄM);
* das Netzwerk bekennender Christen - Pfalz;
* der Mecklenburgische Gemeinschaftsverband;
* das Treffen Christlicher Lebensrecht-Gruppen (TCLG);
* das Weiße Kreuz.

Eine Unterstützung der Aktion gegen Beratungsscheine in der EKD ist durch Online-Unterzeichzung in MEDRUM möglich. Weitere Information: Unterschriftenaktion Gemeindehilfsbund