Initiative "Unternehmer für Evangelisation" fordert Bischof Bohls Rücktritt


23.01.13

Initiative "Unternehmer für Evangelisation" fordert Bischof Bohls Rücktritt

In Offenem Brief werden mangelnde Treue zur Heiligen Schrift beanstandet und Rücknahme von Beschlüssen der Kirchenleitung in Sachsen gefordert.

(MEDRUM) Eine neu gegründete Initiative mit dem Namen «Unternehmer für Evangelisation» hat sich in einem Offenen Brief an den Landesbischof der Evangelischen Kirche in Sachsen gewandt und ihn zum Rücktritt aufgefordert. Mit Sorge, so die Unterzeichner, "beobachten wir, wie ... Gottes Ordnungen und Gebote verwaschen werden". Von der Kirchenleitung wird zudem gefordert, den Kirchenleitungsbeschluss zur "Öffnung der Pfarrhäuser für homosexuelle Paare" zurückzunehmen und den Jugendevangelisten Lutz Scheufler zu rehabilitieren.

In ihremImage Offenen Brief erklärt die Initiative «Unternehmer für Evangelisation» (UfE) ihre Unterstützung für Evangelisationsveranstaltungen, die an Bibel und Bekenntnis orientiert sind, und protestiert gegen das von der Kirchenleitung beschlossene neue Pfarrdienstgesetz ("Öffnung der Pfarrhäuser für homosexuelle Paare") sowie die Kündigung des Evangelisten Lutz Scheufler (MEDRUM berichtete → Kündigung von Lutz Scheufler: Konflikt um geistlichen Leitungsanspruch und Bekenntnistreue). Durch die Pfarrdienstregelung seien Gottes Ordnungen und Gebote verwaschen worden. Weiter stellen die Unterzeichner fest: "Pfarrer, Evangelisten und andere kirchliche Mitarbeiter, die sich an der Bibel orientieren, das in ihren Predigten zum Ausdruck bringen und aus persönlicher Überzeugung kundtun, werden verbal angegriffen und/ oder gekündigt". Damit sorge die sächsische Landeskirche für Verunsicherung und Orientierungslosigkeit.

In theologischer Hinsicht stellt die Initative kritisch heraus, dass in der Erklärung von Landesbischof Bohl vor der 26. Landessynode eine schlüssige Begründung dafür fehlt, wie das Pfarrdienstgesetz mit der Schrift in Einklang zu bringen ist ("wir verweisen vor allem auf 3. Mose 18,22"). Besonders befremdend sei seine Ausführung, dass die Evangelien zum Thema Homosexualität keine Stellung beziehen, so die UfE, die dazu fragt: "Warum beruft man sich nur auf die Evangelien? Hat das Alte Testament keine Gültigkeit mehr? Nicht selten sagte Jesus: „Es steht geschrieben – und bestätigt damit die Gültigkeit der Schriften." Weiter verweisen die Unternehmer auf Mk.10,6: „Von Anfang der Schöpfung an aber hat er sie als Mann und Weib geschaffen (Elberfelder). Damit verweist Jesus auf die Gültigkeit der Schrift und bestätigt die vom Vater eingeführte Ordnung. - Als Mann und Frau sind wir geschaffen." Die Unterzeichner sagen über ihre Haltung zu homosexuell orientierten Menschen und zum Umgang der Kirche mit der Schrift: "Weder greifen wir unsere Mitmenschen mit homosexueller Orientierung an, noch grenzen wir sie aus oder diskriminieren sie. Wir beklagen jedoch die Situation, dass die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens, Gottes Wort nach der Schrift ignoriert, nach ihren Bedürfnissen auslegt und damit der Sünde eine Brücke baut."

An die Kircheneitung der Sächsischen Landeskirche werden drei Forderungen gestellt:

  1. Rücknahme des betreffenden Kirchenleitungsbeschlusses (Öffnung der Pfarrhäuser für homosexuelle Paare)
  2. Rücktritt von Landesbischof Jochen Bohl
  3. Öffentliche Rehabilitation von Lutz Scheufler

Nach Vorstellung der Unterzeichner sollen Befürworter diesen Forderungen beispielsweise mit Aussetzung ihrer finanziellen Unterstützung der sächsischen Landeskirche bzw. mit ihrem Kirchenaustritt Nachdruck verleihen. Landesbischof Bohl und die Kirchenleitung sollen nicht mehr als geistliche Leitung der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens anerkannt werden und die Sächsische Bekenntnis-Initiative wird "eindringlich" gebeten, umgehend eine Bekenntnissynode zu gründen.

Als Unterzeichner des Offenen Briefes werden genannt:
  • Mario & Franziska Börner
  • Markus Friedrich
  • Wolfgang & Christine Köhler
  • Jörg Möckel
  • Alexander Richter
  • Dieter Richter
  • Wolfgang & Elke Schneider

Zur Unterstützung ihrer Initiative haben die Unternehmer ein Internetportal unter der URL: www.ufe-sachsen.de eingerichtet (Netzwerk „Unternehmer für Evangelisation“). Dort sagen sie:

"Unser Protest richtet sich entschieden gegen die derzeitige Praxis der sächsischen Evangelisch-Lutherischen Landeskirche, allen voran Herr Bischof Bohl, deren Meinung nach die Heilige Schrift Gottes Wort lediglich enthalte. Damit wird der Weg frei, kirchliche Beschlüsse zu treffen, die Gottes Wort nach Belieben verändern und Raum für freie Interpretation schafft. Aktuell verweisen wir auf §39 des Pfarrdienstgesetzes zur Öffnung des Pfarrhauses für homosexuelle Paare. Somit wird die natürliche Ordnung Gottes, wie sie in der Bibel steht, außer Kraft gesetzt."

Bekenntnisgrundlage für die UfE ist die Glaubensbasis der Deutschen Evangelischen Allianz, wie sie 1972 formuliert wurde.


Buchhinweis: → ... und schuf sie als Mann und Frau


10.07.12 Bischof Bohls ungeistlicher Versuch der Einschüchterung MEDRUM
28.07.12 Treue gebührt Gottes Wort statt irrender Kirchenleitung MEDRUM

Leserbriefe

Kniefall vor dem Götzen Zeitgeist

So wie im Dritten Reich viele Bischöfe vor dem Terror der Nazis eingeknickt sind ohne den Kampf aufzunehmen und Authorität und Macht in die Waagschale zu werfen, so knickt die evangelische Kirche heute mehr und mehr vor dem Zeitgeist ein. Aber Gott fordert sein Volk mit der offensichtlichen Gottlosigkeit heraus. Vermutlich werden die offenbaren Irrlehren zunehmen, denn es ist noch eine Menge biblisches Heil zu zerdeppern. Der Schlaf, der schon in den 50er Jahren in den Gemeinden unter dem Narkotikum "Liberalisierung" begann, zeigt heute mehr und mehr seine Früchte, nicht zuletzt an den leeren Kirchen. Wach auf Christenheit aus dem Schlaf der Sicherheit. Oder wie Luther schrieb: " Der Teufel richtet viel größeren Schaden mit Bessern und Ausgleichen an, als mit Brennen und Morden.

Endstation liberaler Protestantismus

Wenn man die aktuelle Sendereihe im Deutschlandfunk, "Tag für Tag" ab 9:35 "Stationen des liberalen Protestantismus" hört, wird einiges klar. Die Wurzeln heutiger Häresie haben sich schon weit vor dem 21. Jahrhundert ausgebildet. Der Protest der Unternehmer ist daher nur zum Teil an der richtigen Adresse. Die Bischöfe reagieren auf eine Kirchenlehre, die das Wort Gottes infrage stellt und sich darin übt, ein eigenes Evangelium zu kreieren. Dazu gehört z.B., dass Religion zu einem übergeordneten Begriff wird, hinter dem das " ICH bin Gott und sonst keiner mehr" verblasst. Die "Reformer" haben dann schnell erkannt, dass es mehrere Religionen gibt und das Christentum keinen Anspruch auf Absolutheit erheben kann. Ein Taschenspielertrick um die Verantwortung vor dem dreifaltigen Gott zu verdrängen.

Die Diskussion um kirchenpolitische Entscheidungen sollte daher auf ganz anderer Ebene geführt werden. Die Seminare und theologischen Fakultäten mit ihren Professoren und Gelehrten bilden oftmals das Sprachrohr der Verweltlichung. Hier beginnt nicht unwesentlich die Aufweichung des Gottesdienstes an den Kirchen. Hier findet der eigentliche Kampf zwischen Wort Gottes und der Versuchung statt. Denn es ist wie zu Luthers Zeiten: Die Theologen entscheiden sich für die Anerkennung bei den Menschen oder für die Treue zu Gott. Dem Zeitgeist oder dem Wort. Beidem kann man nicht gleichzeitig dienen.

Ist das biblisch?

Zuerst: Ich bin ebenfalls nicht dafür, dass im Pfarrhaus homosexuell lebende Paare wohnen dürfen und halte praktizierte HS nicht für von Gott gewollt. Mich erstaunt als Unternehmer, der versucht, sein Leben nach biblischen Maßstäben zu leben, jedoch, mit welchen unbiblischen Mitteln hier Front gegen einen geistlichen Leiter gemacht wird. Es wird zum kollektiven Ungehorsam, Umsturz und Abspaltungen aufgerufen. Man könnte den Aufruf, Spendengelder zu stoppen, sogar als Erpressung werten. Ist das biblisch? Was sollte ein Unternehmer tun, dessen Mitarbeiter ihm seine Autorität abspricht und den Gehorsam aufkündigt, weil er eine seiner Entscheidungen nicht mittragen kann? Würdet ihr ihn weiter beschäftigen? Dass Lutz Scheufler den Kirchenleitungsbeschluss ablehnt, und dass er sich dagegen stellt, kann ich verstehen und hätte es auch so gemacht. Muss er aber deswegen seinem Arbeitgeber generell den Gehorsam verweigern und die Autorität absprechen? Die Folgen waren auch für ihn abzusehen. Das sollte man klar trennen, was hier von der Initiative jedoch nicht gemacht wird. Ich halte das für unlauter.

Wo sind die anderen Getreuen?

@ Ist das biblisch?

Eine wichtige Fragestellung, die im Einzelfall zu beurteilen ist. Die Leute von der Unternehmer-Initiative haben sich die Anklage sicherlich nicht leicht gemacht und biblisch ist so manches dazu zu sagen. So könnte man z.B. auf Petrus verweisen, der den geistigen Führern entgegen tritt mit dem Satz: "Man muss Gott mehr gehorchen, als (ihnen) den Menschen". Wichtig scheint mir, dass man sein Gewissen im Gebet vor Gott bringt und keinen Alleingang an Gottes Willen vorbei unternimmt. Auch das Gebet für den Bischof Bohl und die anderen sollte vor allem Vorrang haben. Denn Gott allein kann aus Bösem Gutes machen. In diesem speziellen Fall scheint es so zu sein. Denn ist das kleine Häuflein der Unternehmer-Initiative nicht das Salz in der Suppe, ausgestattet mit Mut und biblischer Wahrheit? Wo sind die anderen Getreuen?

Autorität verloren

@Ist das biblisch?

Das sollte man Herrn Bohl fragen. Die Bibel sagt eindeutig, einen Irrlehrer soll man nicht mal grüßen. Und dass Herr Bohl ein Irrlehrer ist steht außer Frage. Wer sich wie Herr Bohl gegen die Bibel stellt, hat jegliche Autorität verloren, ihm weiter zu gehorchen, ist Ungehorsam gegenüber Gott. Also ist doch klar, wer Gott gehorsam sein will muß Herrn Bohl ungehorsam sein. So einfach ist das. Die Bibel sagt, was gehen mich die da draußen an, tut ihr hinweg den Bösen aus eurer Mitte. 1.Kor. 5:13 Der einzige Ausweg für Herrn Bohl ist Buße, aber davon ist bis jetzt nichts zu sehen.