"Ich unterzeichne die mir zugesandte Erklärung. Ihr Hans Apel"


08.05.09

"Ich unterzeichne die mir zugesandte Erklärung. Ihr Hans Apel"

Ehemaliger Spitzenpolitiker der SPD und Minister im Kabinett von Helmut Schmidt unterzeichnet Erklärung "Für Freiheit und Selbstbestimmung"

(MEDRUM) Die Initiative "Für Freiheit und Selbstbestimmung" wird auch vom prominenten SPD-Mitglied Hans Apel unterstützt. "Ich unterzeichne die mir zugesandte Erklärung. Ihr Hans Apel", lautet knapp und bestimmt die Entscheidung eines Mannes, der als Nachfolger der lebenden Legende Helmut Schmidt im Jahr 1974 das Amt des Finanzministers übernahm.

ImageProf. Dr. Hans Apel bestimmte über knapp ein Jahrzehnt in den Ämtern des Finanz- und Verteidigungsministers die Geschicke der Bundesrepublik Deutschland an höchster Stelle mit und stand im Brennpunkt des politischen Geschehens. Er rechnet wie Helmut Schmidt und Georg Leber zum SPD-Urgestein, das heute von manchen so schmerzlich vermisst wird. Er trat bereits 1955 in die SPD ein, mit der er fast ein Jahr länger verheiratet ist als mit seiner Frau Ingrid, mit der zwei Kinder hat. Nach dem Höhepunkt seiner politischen Karriere lehrte der promovierte Politikwissenschaftler an der Universität Rostock "Europäische Integration". Hans Apel ist bekennender Christ. Über den Zeitgeist und das christliche Bekenntnis sagte Hans Apel 1979:

"Jeder Verweis auf Gott wird in unserer Zeit mit Hohngelächter und  Unverstand beantwortet. Christentum ist tabuisiert. Christliche Symbole ja, christliches Abendland als inhaltsloser Begriff ja, Abgrenzung unserer Welt gegenüber anderen Welten mit christlichen Floskeln ja, aber christliches Bekenntnis in unserer Zeit nein - es sei denn mit Leerformeln und inhaltslosen Überschriften."

In einem Gespräch mit ihm im Jahr 2000 sagte er über seine damalige Äußerung: "Das gilt heute noch verstärkt." Denn Kirche und Religion und damit auch die Bezüge zum Christentum seien "mega-out", seien zu einer "terra incognita" geworden, so Hans Apel. Markenzeichen für Hans Apel sind Pflichterfüllung, die Wahrheit zu sagen, stehen zu bleiben, wenn es um klar erkannte Perspektiven geht, und zu sich selbst zu stehen, auch dann, wenn es für andere und ihn selbst unbequem wird. Das tut er auch mit seiner Unterstützung der Erklärung "Für Freiheit und Selbstbestimmung."

Zu den Unterzeichnern gehören auch der Professor für Philosophie, Prof. Dr. habil. Robert Spaemann, der Staats- und Verfassungsrechtler Prof. Dr. em. Martin Kriele, die Religionsphilosophin Prof. Dr. habil. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, der Direktor des Internationalen Instituts für Religionsfreiheit, Prof. Dr. phil. Dr. theol. Thomas Schirrmacher, die Philosophin Prof. Dr. Edith Düsing, die Bundesvorsitzenden der Christdemokraten für das Leben, Mechthild Löhr, die Professoren Wolfgang Ockenfels, Manfred Spieker und Peter Beyerhaus, der Direktor des österreichischen Institutes für Ehe und Familie, Prof. Günter Danhel, der evangelische Theologe und ehemalige Landesbischof der württembergischen Landeskirche, Dr. Theo Sorg, die Publizistin Gabriele Kuby sowie der CSU-Rechtsexperte des Deutschen Bundestages, Norbert Geis.

Hans Apel ist Autor von mehr als zehn Büchern. Ein Bestseller ist sein Buch "Volkskirche ohne Volk.: Der Niedergang der Landeskirchen."
ImageKurzbeschreibung:
"Die Kirche handelt nach dem Motto: bei uns ist alles möglich und kann kirchlich abgesegnet werden. Immer mehr verliert sie ihren besonderen Charakter und liefert kaum noch Argumente, um in einer Kirche zu bleiben, die ihre christliche Kernsubstanz aufgibt. Kein Wunder, dass Christen ihr Heil woanders suchen. Für viele Menschen ist die Volkskirche kaum mehr als der Abklatsch unserer zerfaserten, profillosen Gesellschaft. Sie bietet nicht das gesuchte Kontrastprogramm. Sie ist die religiöse Doppelgängerin unserer Gesellschaft. Hat sie noch eine Zukunft?"
Erschienen im Brunnen-Verlag, 2003.

Der Autor: Hans Apel, verheiratet, zwei Töchter. 25 Jahre Mitglied des Deutschen Bundestages, parlamentarischer Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Bundesminister der Finanzen, Bundesminister der Verteidigung. 1990 Aufgabe aller Ämter in der SPD aus politischen Gründen. Seit 1991 Honorarprofessor der Universität Rostock, Mitglied mehrerer Aufsichtsräte in Ostdeutschland. Mehrere Jahre Kirchenvorsteher einer evangelischen Gemeinde und Mitglied des Stiftungsrates der evang. Stiftung Alsterdorf. 1999 Austritt aus der evang. Kirche, Übertritt in eine Freikirche (SELK).

Prof. Dr. Hans Apel war 2004 erster Preisträger des Walter-Künneth-Preises der Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis in Bayern (KSBB).


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