Hedwig von Beverfoerde: Verleumdungskampagne durch BR2-Sendung


27.02.15

Hedwig von Beverfoerde: Verleumdungskampagne durch BR2-Sendung

Theologin Strube wirft der Kirche im Bayerischen Rundfunk vor, alles was sehr extrem rechts sei, aber noch nicht im Visier des Verfassungschutzes stehe, oft zu dulden

(MEDRUM) Wie das Internetportal kath.net berichtet, wehrt sich Hedwig von Beverfoerde, Organisatorin der DEMO FÜR ALLE, gegen eine "Verleumdungskampagne" durch die BR2-Sendung "APO von christlich-rechts?". Den Äußerungen von Beverfoerde ist zu entnehmen, dass sie sich offenbar durch die Redakteurin der Sendung, Veronika Wawatschek, hereingelegt sieht und deshalb zu Beschwerden an den BR aufruft.

Christiane Florin, Sonja Strube und Ulrich Lota beteiligt

kath.net berichtet über die Kritik von Hedwig von Beverfoerde an der Sendung "APO von christlich-rechts?", die BR2 am 19.02.15 in der Wochensendung "Radiothema" ausstrahlte (MEDRUM berichtete).  Von Beverfoerde sieht in der Sendung eine Verleumdungskampagne gegen "Kirche in Not" und katholische Publizisten. Daran seien neben Christiane Florin (Christ und Welt) auch die Theologin Sonja Angelika Strube und Ulrich Lota, der Pressesprecher von Bischof Overbeck, beteiligt.

Wozu der Bistumssprecher Stellung nahm

Auf der Internetseite DEMO FÜR ALLE, die zur Zivilen Koalition e.V. gehört, nimmt Hedwig von Beverfoerde ausführlich Stellung zum "Radiobeitrag von Veronika Wawatschek von der Redaktion Religion und Kirche des BR". In der Sendung sei durchgängig mit assoziativen und suggestiven Tricks gearbeitet worden, um den "gewünschten Eindruck beim Hörer" zu erzeugen. So seien Zitate von der Internetseite der Initiative von Hedwig von Beverfoerde mit "düsterer" Musik unterlegt worden. Besonders bizarr sei der Auftritt von Ulrich Lota, Sprecher von Bischof Overbeck, der von Beverfoerde zufolge wörtlich gesagt haben soll: „Wir dürfen diesen Menschen, diesen Brutalen und diesen PrImageopagandisten nicht das Feld überlassen, dass sie bestimmen, wie das Bild der katholischen Kirche in der Öffentlichkeit zu sein hat. Und das ist die eigentliche Gefahr.

Der Bistumssprecher Lota hat zum Interview mit dem BR2 und der von Hedwig von Beverfoerde zitierten Aussage, die in kath.net wiedergegeben wurde, eine Klarstellung herausgegeben. Er sei falsch zitiert worden, wie in dem Radiobetrag deutlich zu hören sei, so Lota. Er habe nicht von "Brutalen", sondern von "Portalen" gesprochen. Diese Richtigstellung ist verständlich, denn Bistumssprecher Lota hat wörtlich im Interview mit dem BR gesagt: "„Wir dürfen diesen Menschen, diesen Portalen und diesen Propagandisten nicht das Feld überlassen, dass sie bestimmen, wie das Bild der katholischen Kirche in der Öffentlichkeit zu sein hat. Und das ist die eigentliche Gefahr.“ Ulrich Lota wies zugleich auch darauf hin, dass Gegenstand seines Gespräches mit Veronika Wawatschek ausschließlich das ehemalige Internetportal kreuz.net sowie gloria.tv gewesen seien (Bild links oben).

ImageFundamentalistische Christen und Sprengsätze

Der Redakteurin Wawatschek wirft Hewig von Beverfoerde vor, aus einem 30-minütigen Interview einige "O-Töne" herausgeschnitten zu haben, um diese für "die Mixtur ihres verleumderischen Opus" zu nutzen (Bild links). Im Kern wehrt sich von Beverfoerde dagegen, in den Kreis von Verfassungsfeinden gerückt zu werden. Die Katholikin spricht vom Eindruck einer "angeblichen rechtsextremen Verfassungsfeindlichkeit und fundamentalistischen Gefährlichkeit", der ihrer Ansicht nach beim Hörer mit Tricks erzeugt werden sollte. Sie zitiert eine Reihe von Aussagen aus der Sendung als Beleg hierfür, so zum Beispiel die Äußerung der katholischen Theologin Sonja Angelika Strube über die Katholische Kirche: "alles, was sehr extrem rechts ist, aber noch nicht im Visier des Verfassungsschutzes steht, das wird aus meiner Sicht oft geduldet." Diese Äußerung bleibt im Beitrag des BR2 unwidersprochen. In der Sendung sagt die Sprecherin anschließend über das "Visier" des Verfassungschutzes: "Man habe die Szene im Blick, müsse aber priorisieren, heißt es dort auf Anfrage. Zunächst müsse man die gewaltbereite Szene im Blick behalten." Und dann folgt als Kommentar der Sprecherin: "Freilich, bisher zünden fundamentalistische Christen in Deutschland nur verbale Sprengsätze."

Journalistischer Ethos

Hedwig von Beverfoerde sieht in derartigen Aussagen eine Verleumdungskampagne gegen sich und andere. Über die Internetseite DEMO FÜR ALLE ruft von Beverfoerde deshalb dazu auf, Beschwerden an den Bayerischen Rundfunk zu richten.

Hedwig von Beverfoerde, die sich außer für den Wert "Kinder, Ehe und Familie" auch in hohem Maße für den Lebensschutz engagiert,  gehört zum Kampagnen-Netzwerk der AfD-Politikerin und Mitglied des Europaparlamentes Beatrix von Storch und Seven von Storch, deren Verein Zivile Koalition e.V. sowohl Träger des Internetportals "DIE FREIE WELT" wie der Inititiative "Familienschutz" und der DEMO FÜR ALLE ist. In der Initiative DEMO FÜR ALLE hat sich ein Bündnis zusammengefunden, zu dem eine Reihe von Organisationen und Personen, unter anderem "Kirche in Not Deutschland" (Karin Fenbert) und "Frau2000plus" (Birgit Kelle) gehören. Die nächste DEMO FÜR ALLE soll am 21. März 2015 um 15 Uhr auf dem Schillerplatz in Stuttgart stattfinden. "Wie kommen wieder", hatte von Beverfoerde bereits im April 2014 angekündigt.


27.02.15 Katholiken wehren sich gegen Verleumdungs-Kampagne kath.net
24.02.15 Kampf von Christen für Kinder, Ehe und Familie eine Gefahr für die Demokratie? MEDRUM
21.02.15 Bayerischer Rundfunk 2 am 19.02.15 über MEDRUM MEDRUM
20.02.15 Katholische Theologin Strube erklärt in BR2 was Scharnierorgan zum rechten Rand bedeutet MEDRUM
19.02.15 Veronika Wawatschek heute verschwörerisch in BR2 über christlich-rechts MEDRUM
07.04.14 Hedwig von Beverfoerde: "Von Stuttgart wird Signal ausgehen. Wir kommen wieder." MEDRUM

Leserbriefe

Endlich Farbe bekennen und zusammenstehen

Wir müssen als Christen endlich Farbe bekennen und zusammenstehen. Lasst uns unseren Glauben in der Gesellschaft wieder klar bekennen und definieren. Und lasst uns mit den Rivalitäten zwischen einzelnen christlichen Gemeinden aufhören. Wir glauben an Jesus als Gottes Sohn, an seinen Kreuzestod und seine Auferstehung als unsere Erlösung von aller Schuld. Wir glauben daran, dass die Bibel Gottes wahres Wort ist und wollen Jesus als unserem Herrn in Liebe nachfolgen. Das müssen wir endlich wieder mit einer Stimme artikulieren. Und wir müssen vor allen Dingen beten. Dann wird sich auch etwas ändern.