Führungswechsel bei Internationaler Konferenz Bekennende Gemeinschaften


17.10.09

Führungswechsel bei Internationaler Konferenz Bekennende Gemeinschaften

Ulrich Rüß wird Präsident und Andreas Späth Stellvertreter bei der IKBG

(MEDRUM) Seit über 30 Jahren stand Peter Beyerhaus aus Gomaringen bei Tübingen an der Spitze der Internationalen Konferenz Bekennende Gemeinschaften (IKBG). Mit seinem Ausscheiden hat jetzt Pastor Ulrich Rüß aus Hamburg das Präsidentenamt übernommen.

ImageDer Theologe und Missionswissenschaftler Professor Peter Beyerhaus (Bild links) hatte 1978 mit der Gründung der IKBG das Amt des Präsidenten der IBK. Beyerhaus feierte am 1. Februar dieses Jahres seinen 80. Geburtstag und wurde mit seinem jetzigen Abschied als Präsident zum Ehrenpräsidenten ernannt. Zu den zahlreichen Publikationen von Beyerhaus, der auch Leiter des Instituts Diakrisis ist, gehörte zuletzt das Buch "Weltweite Gemeinschaft im Leiden für Christus", das Beyerhaus als Berichtsband über den 8. Europäischen Bekenntnis-Kongress in Bad Blankenburg 2006 verfasst hatte. Als Nachfolger von Beyerhaus übernahm Pastor Ulrich Rüß, Vorsitzender der Konferenz Bekennender Gemeinschaften in den evangelischen Kirchen Deutschlands und der Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis in der Nordelbischen Kirche das Präsidentenamt.

Gleichzeitig mit Beyerhaus schied auch sein Stellvertreter, der Ingenieurwissenschaftler und Theologe Horst W. Beck, als stellvertretender Präsident aus. Dieses Amt lag 11 Jahre in seinen Händern. Seine Nachfolge hat der Religionslehrer Andreas Späth (Windsbach/Mittelfranken), Vorsitzender der Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis in der bayerischen Kirche, angetreten.

Rüß und Späth wurden auf dem Dritten Ökumenischen Bekenntniskongress in Bad Gandersheim in ihre Ämter eingeführt. Idea berichtete darüber: "Die Einsegnung nahmen Beyerhaus, der nordelbische Altbischof Prof. Ulrich Wilckens (Lübeck) und Pfarrer Horst Neumann von der Selbstständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche vor." Rüß habe Beyerhaus und Beck „Leuchttürme" und „wackere Streiter" für einen an Bibel und Bekenntnis orientierten Glauben genannt, so idea. Beyerhaus habe sich um eine neue Bekennende Kirche und die Sammlung der Christen verdient gemacht.

Der Missionswissenschaftler erhielt von theologisch konservativen Christen aus Südafrika eine Urkunde für „35 Jahre treuen Beistand im Verteidigen und Bewahren biblisch-apostolischen Glaubens". An dem Bekenntniskongress, der von der IKBG vom 8. bis 11. Oktober in Bad Gandersheim veranstaltet wurde, nahmen Repräsentanten verschiedener Konfessionen aus zwölf Ländern teil, darunter Anglikaner, Lutheraner, Katholiken und Orthodoxe.

Die IKBG versteht sich als eine Bewegung glaubenstreuer Christen, die sich gegen eine als "bedrohlich empfundene geistlich-theologische Verflachung, ideologische Politisierung und Synkretisierung" des Glaubens aussprechen.