Direktkandidatin der Linkspartei: "Ich lebe in einer polyamoren Partnerschaft"


10.09.11

Direktkandidatin der Berliner Linkspartei: "Ich lebe in einer polyamoren Partnerschaft"

Antworten auf die Kampagne der Initiative Familienschutz gegen die Sexualisierung von Schulkindern durch staatliche Sexualerziehung

(MEDRUM) Die Initiative Familienschutz der Zivilen Koalition e.V. erhielt im Rahmen ihrer Kampagne gegen die Sexualisierung von Kindern durch die schulische Sexualerziehung in Berlin eine ablehnende Antwort von Franziska Brychcy (geb. 1984),  Berliner Direktkandidatin der Linkspartei für die bevorstehenden Wahlen zum Abgeordnetenhaus.

Auszüge aus der Antwort von Franziska Brychcy:

Zu Lebensformen und Elternschaft

"Ich selbst lebe in einer langjährigen polyamoren Partnerschaft mit zwei Männern, mit denen ich vier Kinder habe. Unsere Kinder haben eine Mutter und zwei soziale Väter, die sich liebevoll um sie kümmern. Und das ist die Hauptsache: dass Kinder liebevoll aufwachsen können, dass ihre Eltern Zeit und Raum für sie haben und sie auf ihrem Lebensweg begleiten. Dafür spielt es überhaupt keine Rolle, ob ihre Eltern nun die leiblichen Eltern sind, oder Pflege-, Adoptiv- oder einfach ihre sozialen Eltern. Es gibt insbesondere viele Väter, die sich liebevoll um die Kinder ihrer neuen Partnerin kümmern als wären es ihre eigenen Kinder und viele Väter, die sich nicht um ihre eigenen Kinder kümmern, obwohl sie es eigentlich sollten...

Biologische Elternschaft ist daher kein Gradmesser für gute und liebevolle Elternschaft. Die Pluralität der Familienformen nimmt zu und das ist die Realität, in der unsere Kinder aufwachsen. Daher ist es sehr wichtig, dass sie das Gefühl haben, dass diese Unterschiede völlig in Ordnung sind, dass soziale Normen sich mit der Zeit wandeln, dass es kein Standardmodell, das alle glücklich macht, sondern eine Wahlfreiheit gibt, nach der man sich frei entscheiden kann, wie man gerne leben möchte."

Zur Scham:

"Sie wird Menschen anerzogen, um sich schlecht und schuldig zu fühlen. Doch kein Mensch ist schuldig, weil er nackt ist oder Sexualität ausleben möchte. Die systematische Unterdrückung kindlicher Nacktheit und Sexualität und völlig unnötige Anerziehung von Schamgefühlen ist eine extreme Menschenrechtsverletzung, die den Kindern in unserer Gesellschaft von klein auf angetan wird."

Zur schulischen Sexualerziehung

"Dass die Grundschule diese Lebensrealität aufgreift und die Kinder einen offenen und toleranten Umgang damit erlernen, ist meiner Meinung nach für das gemeinsame Zusammenleben in unserer pluralen Gesellschaft essenziell."

Zur möglichen seelischen Verletzung von Kindern

"Ich gehe daher sogar mit Ihrer Aussage konform, dass Kinder im hochsensiblen Bereich der Sexualität durch ungebetene Einwirkung Dritter seelisch sehr verletzt werden können, und zwar durch die eigenen Eltern, die ihnen von Anfang an Nacktheit verbieten, oder selbst ihr Geschlecht zu berühren oder in einen oder mehrere Menschen verliebt zu sein oder im Jugendalter ihre Sexualpartner frei auszuwählen und ihre Sexualität frei auszuleben..."

Weitere Information/ Quelle: www.abgeordneten-check.de/antworten/view/78/1320.html

Information zu Franziska Brychcy: www.die-linke-berlin.de


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Leserbriefe

Soso, die Eltern ...

Soso, die Eltern erziehen ihren Kindern das Schamgefühl an, was - bei Konfontation mit der Lebensrealität - zu seelischen Verletzungen führt. Wenn Frau Brychcy so persönlich reden kann, möchte ich meine persönliche Erfahrung dagegen setzen:

Es ist der Sexualkundeunterricht gewesen, den meine große Tochter als seelische Vergewaltigung empfunden hat - der Versuch, ein Kondom über eine Gurke zu ziehen; die detaillierte Beschreibung oraler und analer Praktiken; Gruppensex.

Meine Tochter war neun Jahre alt, als sie aus der Schule kam und mich fragte "Papa, muss ich sowas auch mal machen?" - ist das die Lebensrealität, die unseren Kindern beigebracht werden muss? Kein Wort davon, dass Sex ein wertvolles Geschenk ist, das man dem geliebten Menschen bringt; erst recht kein Wort von Verantwortung füreinander, von Einbettung der Sexualität in eine vertrauensvolle Beziehung, von einem entstehenden Kind als Ausdruck der Liebe zueinander!

Was unsere Kinder in der Schule beigebracht bekommen, ist die bloße Kopulation, und je perverser, desto richtiger. Ich sehe ein, dass es in Berlin wenig Schweineställe gibt. Sonst hätte ich Frau Brychcy empfohlen, den von ihr als richtig erachteten Aufklärungsunterricht dorthin zu verlegen. Lernen Kinder die Kopulation im Tierreich kennen, könnten sie vielleicht noch eine Ahnung von der menschlichen Komponente in der Sexualität behalten. Aber so muss man natürlich auf Schulgebäude zurückgreifen...

Sie soll leben wie sie will, aber andere verschonen

Da bin ich mal froh, dass die Dame sich um ein Direktmandat in Steglitz/Zehlendorf bewirbt. In der Gegend aufgewachsen, weiss ich, das sie keine Chance hat...
a.) das Direktmandat zu erringen
b.) noch in die Bezirksverordnetenversammlung gewählt zu werden. ...
und das ist gut so.

Soll sie bitteschön ihren Lebens-und Partnerschaftentwurf leben wie sie will, aber andere Menschen damit verschonen. Ansonsten ist diese Frau ein schönes Beispiel für Römer 1.

Schamgefühl

Das Schamgefühl muss niemandem anerzogen werden, sondern stellt sich ganz von selbst ein, weil es eine angeborene Emotion ist. Von dem Vater der Psychoanalyse, Siegmund Freud, der sich insbesondere in sexuell bedingten Neurosen auskannte, stammt der Ausspruch: "Der Verlust von Scham ist das erste Zeichen von Schwachsinn." Damit ist über die Thesen der "aufgeklärten" Linkspartei-Kandidatin an sich schon alles gesagt.

Schamgefühle sind normal

Ich stimme Herrn Bauer zu. Unsere Söhne weigerten sich von einem bestimmten Alter an ganz klar, sich vor fremden Menschen auszuziehen. Obwohl wir in der Familie ganz frei miteinander umgingen. Wir haben ihnen das gar nicht gesagt und ich war zuerst überrascht, dass sich so kleine Knirpse durchaus bewußt waren, welchen Unterschied sie zwischen der eigenen Familie und Fremden machten. Aber, bitte schön, was wollen wir denn von dieser Dame verlangen. Wehe denen, die Gutes schlecht und Schlechtes gut nennen. Unser Volk muss sich endlich entscheiden. Bevor es im Chaos versinkt.

Sexueller Übergriff durch den Staat

Das Verwerfliche besteht gar nicht mal so sehr darin, seine eignen Lebensstile und sexuellen Obsessionen anderen anzutragen. Vielmehr ist es die Dreistigkeit mit der politische Ziele umgesetzt werden sollen. An den Erziehungsberechtigten, den Eltern vorbei, hält man sich an die Kinder, um diese für die eigenen politischen Ziele einzuspannen. Wenn Kindesmissbrauch in weltlichen und katholischen Einrichtungen angeklagt wird, dann verdient dieses Vorgehen staatlicher Entmündigung von Elternrechten erst recht breitesten Widerspruch und Verurteilung. Wenn Politikerinnen wie Frau Franziska Brychcy so glücklich mit ihrem Lebensstil sind, dann sollen sie doch andere Eltern von ihrer Beglückung überzeugen und nicht in ihre Erziehungskompetenzen eingreifen.

Schlimmer als in der DDR

Frau Brychsy soll ... glücklich werden, aber uns mit der Lebensweise ihres männlichen Harems verschonen. Wenn bestimmte Doktrinen und Ideologien in der Schule verbreitet werden, dann zeigt das, dass wir in einer Diktatur leben. Warum mischt sich die Politik in ganz persönliche Dinge? Das erinnert mich an diese ekelhaften Kommunen der 68er, die ihr widerliches Leben vor der Gesellschaft ausbreiteten, die ihre Intimitäten gar nicht wissen wollte. Nun wollen sie unsere Kinder mit ihrem Schmutz infizieren. Ich bin nur noch angewidert, so ekelhaft war nicht mal die DDR.

Zu Lebensformen und Elternschaft - Elternegoismus

Frau Brychcys Fazit ist reiner Elternegoismus. Das Wohl der Kinder spielt dabei keine Rolle.

Fazit: Franziska Brychcy: "Daher ist es sehr wichtig, dass sie das Gefühl haben, dass diese Unterschiede völlig in Ordnung sind, dass soziale Normen sich mit der Zeit wandeln, dass es kein Standardmodell, das alle [Eltern!] glücklich macht, sondern eine Wahlfreiheit gibt, nach der man [nur die Eltern!] sich frei entscheiden kann, wie man [nur die Eltern!] gerne leben möchte."

Auch, wenn sich der Satz verführerisch anhört (weil er die Wahrheit knapp verfehlt), er stimmt nicht. Waren in ihrer Argumentation (siehe Unten) richtigerweise die Kinder als schwächstes Glied im Mittelpunkt, waren sie Subjekt, werden sie hier zum reinen Objekt der Elternwillkür degradiert. Jetzt geht es nur noch um das Glück der Eltern, nicht der Kinder.

Richtig muss es daher heißen:
Daher ist es sehr wichtig, dass sie das Gefühl haben, dass diese Unterschiede gefährlich und daher nicht nachahmenswert sind, dass soziale Normen sich mit der Zeit wandeln, dass es aber ein Standardmodell, das [statistisch] alle Kinder glücklich macht, gibt, für das die Eltern sich aufgrund ihrer Verantwortung entscheiden sollten, dass es mit dem traditionellen Familienbild ein erprobtes Modell für diese Wahlfreiheit gibt, dass zwar nicht alle Eltern glücklich macht, aber den Kindern, die sich nicht wehren können, nachgewiesenermaßen, bessere Chancen für ihr ganzes Leben bietet..

Ihre Folgerungen sind falsch, weil sie von nachgewiesenermaßen falschen Voraussetzungen und Pauschalierungen ausgeht:

  • Behauptung: Franziska Brychcy: "Ich selbst lebe in einer langjährigen polyamoren Partnerschaft mit zwei Männern, mit denen ich vier Kinder habe. Unsere Kinder haben eine Mutter und zwei soziale Väter, die sich liebevoll um sie kümmern."
    Antwort: Liebevoll kümmern reicht nicht. Normale Kinder sehen sich nach Vätern, die immer da sind. Da die Väter verschiedene Sorgerechte haben, kann ein Vater nie die ganze "Familie" aus Mutter und Kinder in gleicher Art liebevoll bekümmern - er darf die anderen zwei schlicht und ergreifend nicht so erziehen, wie seine zwei Kinder. Es gibt also immer eine 2-Klassen-Liebe in dieser Situation.
  • Behauptung: Franziska Brychcy: "Und das ist die Hauptsache: dass Kinder liebevoll aufwachsen können, dass ihre Eltern Zeit und Raum für sie haben und sie auf ihrem Lebensweg begleiten.
    Antwort: Es reicht Kindern nicht, wenn sie liebevoll aufwachsen - sie brauchen zur Entwicklung von Urvertrauen, dass das lebenslange Lernen und die Beziehungsfähigkeit signifikant verlängert, im Kleinkindalter und in der Pubertät das Gefühl unbedingter (und lebenslänglicher) Annahme. Die Entwicklung dieses Urvertrauens wird durch eine Trennung, einen Partnerwechsel oder Beliebigkeit bei Partnern nachgewiesenermaßen im Normalfall empfindlich gestört, was zu Beziehungsproblemen, höhere Anfälligkeit für Drogenmißbrauch und Suizid sowie schulischen Problemen führt.
  • Behauptung: Franziska Brychcy: "Dafür spielt es überhaupt keine Rolle, ob ihre Eltern nun die leiblichen Eltern sind, oder Pflege-, Adoptiv- oder einfach ihre sozialen Eltern."
    Dies ist durch die Meta-Studie Barbara Schneider, Ph.D., Allison Atteberry, Ann Owens: Auf die Familie kommt es an. Familienstruktur und Entwicklung des Kindes, in Bulletin 11/2006 S. 32 ff. (Auch als PDF), S. 32, 35 und 37. Englischer Originaltext: Barbara L. Schneider, Ph.D., Allison Atteberry, Ann Owens, "Family matters: Family structure and child outcomes", 2005, Alabama Policy Institute, Birmingham (Alabama) schon lange widerlegt: Jede Trennung der leiblichen Eltern verschlechtert die Chance der Kinder für ein glückliches Leben. Einzig, wer sich trennt (oder durch Tod des Partners getrennt wird) und Single bleibt, kann die Chancen seiner Kinder retten, wenn er genügend Geld (Alimente, Witwenrente) bekommt.
  • Behauptung: Franziska Brychcy: "Es gibt insbesondere viele Väter, die sich liebevoll um die Kinder ihrer neuen Partnerin kümmern als wären es ihre eigenen Kinder und viele Väter, die sich nicht um ihre eigenen Kinder kümmern, obwohl sie es eigentlich sollten..."
    Diese Verallgemeinerung verschleiert bewußt einen großen Unterschied: Der Anteil liebervoller Fremdväter in Bezighungen, die die fremden Kinder ihrer Partnerin alle gleich lieben, wie ihre eigenen Kinder ist sehr viel geringer als der Anteil von leiblichen Vätern, die sich um ihre Kinder kümmern. Wenn das bei Frau Brychcy ausnahmsweise klappen sollte, wäre das ein Wunder, aber kein realistisches Vorbild, dem man nacheifern könnte oder sollte. Trotzdem bete ich für solch ein Wunder, denn ihre Kinder können ja nichts für ihre Mutter.
  • Behauptung: Franziska Brychcy: "Biologische Elternschaft ist daher kein Gradmesser für gute und liebevolle Elternschaft."
    Falsch, siehe oben. Durch diese Falsche Behauptung wird natürlich auf die Folgerung falsch.
  • Behauptung: Franziska Brychcy: "Die Pluralität der Familienformen nimmt zu und das ist die Realität, in der unsere Kinder aufwachsen."
    Richtig. In jeder Lüge steckt ein wahrer Kern, sonst würde niemand darauf reinfallen. Aber es ich kein Zeichen zunehmender Freiheit (der Eltern), sondern zunehmenden Elends der Kinder.

Forschung und Schöpfungsordnung

Danke Pro Homo Veteranus für die Ausführungen, die man nur unterstreichen kann. Jedoch, wenn man sich auf Forschungsergebnisse stützt, hat man automatisch mit anderen "Forschungsergebnissen" zu tun, die das Gegenteil belegen. Allein Gottes Schöpfungsordnung kann hier wirkliche Orientierung geben, weil sie dem Menschen helfen soll, mit sich selbst klar zu kommen:1Mo 1,27 Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau.

Ehelosigkeit?

Nur mal vorneweg: Ich bin selbst gläubige Christin. Aber mit dieser Ausage machen Sie es sich ein bisschen einfach. Diesem "als Mann und Frau" hat sich Jesus Christus selbst verweigert, genau wie es die katholische Priesterschaft tut und Mönche und Nonnen es auch tun. Warum darf sich die Kirche, durfte sich Jesus diesem Gebot verweigern, dass von frommen Juden geachtet wird (Ehelosigkeit wäre bei ihnen undenkbar), während von Homosexuellen verlangt wird, sich daran zu halten?

Kulturrevolution...?

Stichpunkt "polyamore Partnerschaft":

Man hätte auch "Männer-Harem" schreiben können. Frau Brychry versucht sich hier m.E. als modern, unkonventionell, avantgardistisch darzustellen - mit etwas, was entweder von der Unfähigkeit zu starken Bindungen, einem ausgeprägten Hang zu Zügellosigkeit oder beidem zeugt. Kein Mensch, der seine Liebe auf mehrere Personen verteilt, hat deshalb auch mehr Liebe zu verteilen, lediglich der Wert der einzelnen Beziehung wird damit sinken. Das ist im Rahmen einer "Familie", die ich unter diesen Umständen kaum noch als solche betrachten kann, m.E. besonders fatal, da sie sowohl deren Zusammenhalt beschädigt als auch die Erziehung der dort befindlichen Kinder im Sinne gesellschaftlich anzustrebender Ziele zwangsläufig torpediert.

Der Begriff weckt unangenehm-komische Assoziationen an Frau Brychrys ehem. Parteigenossen Erich Mielke, der mit seinem diesbezüglichen Outing ("ich liebe doch alle Menschen... Auf welchem Stern lebe ich eigentlich, und von welchem aus versucht Frau Brychcy mir das schmackhaft zu machen? Eins ist sicher: sie müssen Lichtjahre auseinander liegen...") selbst die nicht eben für besondere Nähe zum heiteren Genre bekannte Volkskammer zu durchaus fröhlichen Reaktionen animierte. Nein, Frau Brychry, ich stehe zu Jahrtausenden der menschlichen Kulturentwicklung und ihren Resultaten: Die Abkehr von reiner Triebsteuerung hin zu i.W. monogamen Partnerschaften brachte der Menschheit viele Vorteile, die jetzt aus dekadenter Übersättigung über Bord zu werfen, hieße nicht nur in puncto Partnerschaft: zurück zum Kaninchen.

Zum Thema Scham:

Ihr Postulat, daß Scham ein reines Erziehungsprodukt wäre, entbehrt jeglichen Nachweises, insbesondere, da in der Psychologie bereits andere Erklärungen als allgemein akzeptiert gelten. Zwei weitere Punkte fallen mir aber besonders auf, die Ihr eigentliches Anliegen deutlicher zu beschreiben scheinen: das nach Ihrer Ansicht universell legitime "Ausleben von Sexualität" und Ihr vorgebliches Bemühen um den Schutz "kindlicher Sexualität". Warum und in welchem Bereich soll das "Ausleben von Sexualität" in irgendeiner Weise legitimer sein als das von Drogensucht, Zerstörungswut, Gewalt,...? Auch Sexualität, insbesondere in dem etwas freizügigeren Bereich, in dem Sie sich zu bewegen scheinen, entbehrt gelegentlich nicht einer gewissen Nähe zu Gewalt, und es sei allen etwas weniger freizügigen Gemütern als Ihnen sicherlich genauso gestattet, allzugroße Freizügigkeit von z.B. sexuellen Darstellungen - namentlich gegenüber Ihren Kindern - als Gewalt aufzufassen, wie Ihnen das Propagieren Ihrer Vorstellung davon.

So kann man keine Kulturgesellschaft erhalten, geschweige denn verbessern. Und Ihr Postulat einer vorgeblichen "kindlichen Sexualität" klingt insgesamt sehr nach etwas, was in wesentlich homöopathischerer Dosis Ihrer Gegenseite bereitwillig und gern als "Pädophilie" um die Ohren geschlagen wird, selbst, wenn Beweise nicht beizubringen sind. Sicher hat Christentum und mithin christliche Kultur und Ethik unser Leben in Mitteleuropa seit zwei Jahrtausenden deutlich geprägt, auch wenn das heute oft nicht opportun erscheint. Nur wäre es sicher auch aus völlig unchristlicher Perspektive töricht, aus Scham über diesen ungewollten, christlichen Hintergrund jegliche Kultur, die auch nur den Anschein von Nähe zur christlichen Lehre oder Tradition erweckt, zu verwerfen. Das Resultat wäre ein notwendiger Neubeginn bei Null.

China hat mit der Kulturrevolution bewiesen, wie man ein Land sehr weit in jede mögliche Krise treiben kann - die Linke in Deutschland beginnt gerade die Kulturrevolution ohne Zentralmacht: konzeptlos blind zerstören, um sich dann flugs auf dem Schutthaufen an die Spitze des verbliebenen Rests zu stellen. Lieber die Armut schaffen, die man dann verwalten kann, als Erhaltenswertes zu erhalten.

Ich hoffe, daß Frau Brychry möglichst bald mit dem tatsächlichen Leben Kontakt aufnimmt und Ihre Positionen umgehend deutlich korrigieren kann. Sowohl als ernstzunehmende Mutter von 4 Kindern als auch als solche Studentin der Politikwissenschaft hat sie sich m.E. damit disqualifiziert.

Die Sünde ist eine Abwärtsspirale

Die Entwicklung, die unsere Gesellschaft jetzt nimmt, sollte uns Christen keineswegs verwundern oder überraschen. Die Sünde ist eine Abwärtsspirale. Hat man sich einmal mit ihr abgefunden und sie sogar begrüßt, bleibt sie an dieser Stelle nicht stehen, sondern zieht immer weiter nach unten. Jedem Christen muss klar sein, dass mit der Legalisierung der Homosexualität, der Schaffung einer "Homo-Ehe" und deren Propaganda keineswegs das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Ganz im Gegenteil. Der nächste Schritt, der auf die gesellschaftliche Anerkennung von homosexueller Unzucht folgt, kann nur noch die gesellschaftliche Anerkennung und Legalisierung von (zumindest bestimmten) pädosexueller Unzucht (und Sodomie) sein - damit wäre der Gipfel sexueller Unmoral dann erreicht. Die höchste Stufe des Abfalls von Gott wäre erreicht und das Land gerichtsreif.