Die Doppelrolle macht viele Mütter krank

Stuttgart - Natürlich ist das Leben sehr anstrengend gewesen nach der Geburt des zweiten Sohnes. Die Familie lebte im Ausland, wo der Mann als Lehrer arbeitete. Nicht nur der heute vier Jahre alte Sohn, auch der Zweitgeborene leidet an Neurodermitis. Das machte die Nächte und Tage noch unruhiger, als sie dies für Eltern mit Kleinkindern ohnehin oft sind. Dennoch ist es Gerda Klumpp (Name geändert) lange nicht klar gewesen, wie es wirklich um sie stand. „Zuerst habe ich nicht gemerkt, dass ich mit meinen Kräften am Ende war", sagt die 34-Jährige. Keine Erholung nach der Geburt, keine Angehörigen in der Nähe, keine Chance auf Unterstützung in dem nordafrikanischen Land. „Peu à peu bin ich in eine Erschöpfungsdepression gerutscht", erinnert sie sich.

Quelle: 
Stuttgarter Zeitung
vom: 
08.08.13
Themenbereich: 
Familie