Debatte um sexuelle Vielfalt: "Wenige inszenieren sich als gesellschaftliche Mehrheit"

Sarah Speck im Gespräch mit Korbinian Frenzel

Der Streit um den Aktionsplan gegen Diskriminierung von sexuellen Minderheiten in Baden-Württemberg ist auch ein Ausdruck der gesellschaftlichen Verunsicherung, meint die Soziologin Sarah Speck. Das Thema Sexualität habe eine einigende Funktion für konservative Gruppierungen.

Die Tübinger Soziologin Sarah Speck sieht in der Auseinandersetzung um den  baden-württembergischen Aktionsplan gegen Diskriminierung von sexuellen Minderheiten auch einen Ausdruck der Verunsicherung. In Zeiten rapiden Wandels habe die kulturelle heterosexuelle Ordnung für viele Menschen eine Orientierungsfunktion, sagte Speck im Deutschlandradio Kultur.

Quelle: 
Deutschlandradio
vom: 
24.06.15
Themenbereich: 
Gesellschaft
Thema: 
Sexualität