Christliche Stimme muß in Europa hörbarer werden


19.07.09

Christliche Stimme muß in Europa hörbarer werden

Appell des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber

(MEDRUM) Bischof Huber forderte bei der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) in Europa, die christliche Stimme in Europa stärker zu Gehör zu bringen.

Es sei Zeit, dass die christliche Stimme in Europa hörbarer werde, sagte Huber am Freitag bei der Vollversammlung der KEK in Lyon. Die Wirtschafts- und Finanzkrise nannte er als Beispiel. Die Kirchen müssten den Glauben an Gott dem weitverbreiteten Glauben an das Geld gegenüberstellen. Viele Menschen seien vom Glauben abgekommen. Gerade deshalb sei es notwendig, christliche Überzeugungen selbstbewusst zu vertreten. Notwendig seien "Einmischung, Präsenz und Partizipation in der Debatte", so Huber.

In der Bibelarbeit hatte Huber zur ökumenischen Zusammenwirken gesagt: "Ökumenisches Zusammenwirken setzt zuallererst voraus, dass wir uns immer wieder den gemeinsamen Quellen unseres Glaubens zuwenden. Denn aus ihnen wächst unserem Glauben immer wieder frische Kraft zu, aus der sich auch unser gemeinsames Zeugnis erneuert. In der Antwort auf die großen Krisen und Herausforderungen unserer Zeit muss sich deshalb unsere ökumenische Zusammengehörigkeit besonders bewähren. Die unverantwortlichen Irrwege, die in die gegenwärtige Wirtschaftskrise geführt haben, die noch immer nicht gebannte Gefahr einer Klimakatastrophe und der fortdauernde Unfriede in vielen Teilen unserer Welt fordern uns zum gemeinsamen Zeugnis heraus."
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