Vorab: Ich stimme zu, daß der Protest der Verbände etwas weit geht. U.a. haben mittlerweile Antifa und Konsorten den Protest mit in die Hand genommen und das ganze damit wieder völlig in die Lächerlichkeit gezogen.
Doch die so gewaltig unterstützten Aussagen dieser Pressemitteilung sind sehr fragwürdig und nach wissenschaftlichem Kenntnisstand nicht zu halten.
Zunächst einmal wurde vor wenigen Jahren ein "Homo-Gen", also ein Gen, das die sexuelle Orientierung mitbestimmt, entdeckt. Das macht (tatsächliche) "Umpolungen" unmöglich. Genauso wie männliche oder weibliche Geschlechtsteile ist die sexuelle Orientierung bereits vor der Geburt mit vorbestimmt.
Warum gibt es also Menschen, die sich, wie dieses Statement ausdrückt, sehr wohl "heilen" lassen wollen? Die Antwort liegt offensichtlich im gesellschaftlichen Zwang: Man stelle sich einen römisch-katholischen, oder gar evangelikalen Mann vor, der entdeckt, daß er sich zu Männern hingezogen fühlt. Ihn werden zweifellos enorme Konflikte heimsuchen, da sein gesamtes religiöses Umfeld feindlich auf diese (ganz natürliche!) Ausprägung seiner Persönlichkeit regaiert. Das Resultat: Die Sexualität wird unterdrückt, ggf. wird "Hilfe" gesucht, sich "heilen" zu lassen (wie man es ja unter Christen offensichtlich kann, obwohl die Wissenschaft dem eindeutig widerspricht!).
Würde ein Homosexueller hingegen in einer toleranten Atmosphäre ohne althergebrachte gesellschaftliche Zwänge aufwachsen, so wäre es doch recht unwahrscheinlich, daß dieser "Hilfe" in seinem "Leiden" suchen würde.
Nun ja - was Religion den Menschen schon alles glauben hat lassen, ich will ja schon gar nicht mehr groß diskutieren. Mein Unverständnis für die Solidarität mit "Homo-Heilern" aus breiten Teilen der Bevölkerung mußte ich dennoch kundtun. Eine Schande!
(Ich denke mit Trauer an das Zitat einer Jugendlichen auf dem Christival: "Wenn jemand Mord begeht, wird das bestraft. Aber wenn man schwul ist, ist das plötzlich okay?")
MfG.
Homo-Heilerei und solche Dinge